Aktuell Syrien 24. Februar 2012

Syrien: Flucht aus dem Schrecken

Für Amnesty International vor Ort: Syrien-Campaignerin Maha Abu Shama

Für Amnesty International vor Ort: Syrien-Campaignerin Maha Abu Shama

20. Februar 2012 - Neil Sammonds, Researcher von Amnesty International, und Maha Abu Shama, Campainerin von Amnesty International, berichten aus Jordanien über die verheerende Menschenrechtslage in Syrien. Sie sprachen mit Flüchtlingen, Folteropfern und Angehörigen politischer Aktivisten über ihre traumatischen Erlebnisse vor und während der Flucht aus Syrien. Tausende Menschen versuchen über die Grenze nach Jordanien der Gewalt und dem Terror zu entfliehen. Aufgrund des massiven Aufgebots der syrischen Armee an der Grenze, gelingt nur wenigen die Flucht.

Eine Familie auf der Flucht

Durch viele Strapazen musste eine 5-köpfige syrische Familie gehen, nachdem die syrische Armee ihr Dorf Tasil angriff. Häuser wurden durchsucht, ausgeraubt und abgebrannt. Der Vater Mohammed wurde schon zuvor mehrfach von den Sicherheitskräften inhaftiert und gefoltert. Deshalb beschloss er mit seiner Familie die gefährliche Flucht nach Jordanien anzutreten. Stundenlang und im Schutz der Dunkelheit wanderten sie zur jordanischen Grenze. Mit ihren drei kleinen Kindern robbten sie das letzte Stück auf dem Boden,um den Blicken des syrischen Grenzschutzes zuentgehen.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag im Livewire-Blog (Englisch)

"Der Mann auf den sie schossen, war mein Ehemann."

Maha Abu Shama sprach in einem Flüchtlingslager nahe der syrischen Grenze mit drei Frauen über ihre Erlebnisse. Die Frauen berichteten von der Ermordung ihrer beiden Brüder durch syrische Sicherheitskräfte und der Flucht ihrer Ehemänner. Als Angehörige geflohener Aktivisten hatten die Frauen Angst, selbst ins Visier der syrischen Sicherheitskräfte zu geraten und entschieden sich deshalb zur Flucht über die jordanische Grenze.

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"Wie viel Blut muss vergossen werden, bis die Welt uns hilft?"

Die Männer, die Neil Sammonds im Flüchtlingslager in al-Ramtha antrifft, berichten über schockierende Erlebnisse. Abu Suhaib wurde durch einen Bombensplitter stark verletzt und kam nur mit fremder Hilfe über die Grenze nach Jordanien in eine Flüchtlingsunterkunft. Viele andere berichten von systematischer Folter in syrischen Gefängnissen. . "Ich habe viele Menschen sterben gesehen, doch ich fürchte den Tod nicht," sagt Abu Suhaib. "Wovor ich Angst habe, ist verhaftet zu werden."

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