Stoppt die Gewalt an Frauen in Mexiko
Jede vierte mexikanische Frau wird von ihrem Mann misshandelt
Amnesty International - Kampagne "Stop Violence Against Women"
© Amnesty International
Eine traurige Wahrheit: Auch im 21. Jahrhundert werden weltweit unzählige Frauen Opfer von häuslicher Gewalt. In Mexiko leidet jede vierte Frau unter physischen und psychischen Misshandlungen durch ihren Ehemann. Jährlich werden mehr als 7000 Frauen so schwer durch Schläge, Stöße oder auch Schüsse verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Tausenden droht ein erneuter Missbrauch, weil die Behörden nicht reagieren und ihnen keinerlei Schutz gewähren. Die erschreckende Folge: Weit über 50 Prozent aller mexikanischen Frauen betrachten Gewalt als eine Privatangelegenheit. Häufig lassen sie die Übergriffe ihrer Lebensgefährten wortlos über sich ergehen. Sie fürchten sich vor einer Vergeltung und der weit verbreiteten Meinung, die solche Gewaltverbrechen entschuldigt.
Frauen dürfen nicht länger mit ihrer Angst allein gelassen werden und Gewalt schutzlos ausgeliefert sein!
Ein erster Schritt: Das Gesetz zum Schutz von Frauen vor Gewalt
Ein erster wichtiger Schritt zum Schutz von Frauen wurde in Mexiko im Februar 2007 mit der Erlassung des "Allgemeinen Gesetzes für einen Zugang der Frauen zu einem Leben frei von Gewalt" getan. Drei der 31 mexikanischen Staaten haben das Gesetz jedoch noch immer nicht unterzeichnet. Amnesty International ruft alle Staaten Mexikos dazu auf, das Gesetz im Jahr 2009 zu unterzeichnen und durchzusetzen. Die mexikanischen Bundesstaaten Morelos und Sonora sollen hierbei als Vorbilder für andere Bundesstaaten dienen.