Amnesty-Filmpreisgewinner fünfmal für den Deutschen Filmpreis nominiert
Hannah Maynard klagt vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag
© Arne Hoehne Presse
Auf der Berlinale 2009 erhielt "Sturm" den 5. Amnesty International Filmpreis. Jetzt ist der Spielfilm von Hans-Christian Schmid in den Kategorien "Bester Film", "Beste Regie", "Bestes Drehbuch", "Bester Schnitt" und "Beste Filmmusik" für den Deutschen Filmpreis 2010 nominiert.
Ein Vater spielt mit seinen Töchtern am Meer, sie jagen über den Sand und lachen. Kurz darauf stürmen schwer bewaffnete Sicherheitskräfte das Ferienhaus der Familie und nehmen den Vater mit. Es ist Goran Duric, ehemaliger Befehlshaber der jugoslawischen Volksarmee und mutmaßlicher Kriegsverbrecher. Er wird nach Den Haag vor das Kriegsverbrechertribunal gebracht. Für die Anklägerin Hannah Maynard beginnt ein Prozess, der viele Wunden aufreißt und die Tücken der internationalen Gerichtsbarkeit offenbart.
Auf der Berlinale 2009 erhielt der Spielfilm "Sturm" den 5. Amnesty International Filmpreis. Dem Regisseur Hans-Christian Schmid sei es gelungen, "ein abstraktes Thema – die juristische Aufarbeitung von schweren Menschenrechtsverletzungen - emotional bewegend" aufzuarbeiten, lautete die Begründung von Jury-Mitglied Pepe Danquart. Viele Amnesty-Mitglieder begleiteten die Premiere des Films im September 2009 in ihrem Kino mit Aktionen. Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2009 nahmen einige Kinos "Sturm" erneut in ihr Programm auf.
Seit März 2010 ist der Film auf DVD im Handel erhältlich.