Freigelassen
Ergebnis dieser Urgent Action
Der Aktivist Dmitry Vorobyovsky wurde am 12. Mai auf Grundlage einer gerichtlichen Anordnung aus der psychiatrischen Klinik entlassen, in die er am 6. Mai zwangseingewiesen worden war.
Amnesty International
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Der Aktivist Dmitry Vorobyovsky wurde am 12. Mai auf Grundlage einer gerichtlichen Anordnung aus der psychiatrischen Klinik entlassen, in die er am 6. Mai zwangseingewiesen worden war.
Sachlage
Dmitry Vorobyovsky ist am 12. Mai aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden, nachdem ein Gericht seine Freilassung angeordnet hatte. Er war fünf Tage gegen seinen Willen in der Einrichtung festgehalten worden. Dmitry Vorobyovsky war am Abend des 6. Mai aus seiner Wohnung abgeholt und in die neurologische Klinik von Woronesch gebracht worden. Dort injizierte man ihm gegen seinen Willen eine unbekannte Substanz und verabreichte ihm Tabletten. Als die Schwester und Rechtsbeistände von Dmitry Vorobyovsky den örtlichen Staatsanwalt um Unterstützung baten und seine Freilassung forderten, sagte man ihnen, dass man aufgrund des Feiertags am 9. Mai (Tag des Sieges) nichts unternehmen könne. Laut russischem Recht darf niemand ohne richterliche Anordnung länger als 48 Stunden festgehalten werden. Eine solche Inhaftierung stellt zudem einen Verstoß gegen internationale Standards dar.
Die Anhörung in dem Fall fand am Nachmittag des 12. Mai statt und dauerte drei Stunden. Dabei erklärte der Staatsanwalt, es gäbe keinen Grund, Dmitry Vorobyovsky in einer psychiatrischen Einrichtung festzuhalten. Er befürwortete die Freilassung des Aktivisten.
Einer der Rechtsbeistände von Dmitry Vorobyovsky ist der Meinung, dass die Urgent Action von Amnesty zu seiner Freilassung beigetragen hat.
Vielen Dank allen, die sich für Dmitry Vorobyovsky eingesetzt haben. Weitere Appelle des Eilaktionsnetzes sind nicht erforderlich.