Syrien: Amnesty dokumentiert Verbrechen der Sicherheitskräfte in Tell Kalakh
BERLIN, 07.08.2011 - Seit dem Beginn der Massenproteste in Syrien im März 2011 dokumentiert Amnesty International Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung. Der Bericht "Crackdown in Syria: Terror in Tell Kalakh" schildert das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte in der west-syrischen Stadt Tell Kalakh am 14. Mai 2011: Die Sicherheitskräfte inhaftierten willkürlich Menschen, brachten sie in Militärgefängnisse und misshandelten und folterten sie dort. Mindestens neun Menschen starben in Gewahrsam.
"Selbst Verwundetete wurden festgenommen und gefoltert. Mehrere Tausend mussten in Angst um ihr Leben in den Libanon fliehen. Teilweise schossen Scharfschützen auf die Flüchtenden. Eltern, die bei den Behörden nach dem Verbleib ihrer Kinder fragten, bekamen häufig keine Auskunft und wurden beschimpft", sagt Wolfgang Grenz, amtierender Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. "Das Beispiel von Tell Kalakh zeigt, dass die syrischen Sicherheitskräfte systematisch Verbrechen an der Zivilbevölkerung begehen, um jegliche Form des Protests zu unterdücken."
Amnesty International schildert in dem Bericht anhand von Interviews mit Augenzeugen und Angehörigen der Opfer die Menschenrechtsverletzungen der syrischen Sicherheitskräfte in Tell Kalakh.
Wir senden Ihnen den Bericht "Crackdown in Syria: Terror in Tell Kalakh" (24 Seiten, in Englisch) auch vorab gerne zu. Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.