Freiheit für Wang Quanzhang!

Ein junger chinesischer Mann mit Brille und eine junge chinesische Frau mit naxch hinten gekämmten Haar halten gemeinsam ein kleines Kind auf dem Arm und lächeln in die Kamera.

Der chinesische Menschenrechtsanwalt Wang Quanzhang mit seiner Frau Li Wenzu und Sohn 

Fast drei Jahre lang wurde der chinesische Menschenrechtsanwalt Wang Quanzhang ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne Zugang zu einem Rechtsbeistand in Haft gehalten. Seine Familie wusste nicht einmal, ob er noch am Leben ist. Wang Quanzhang war am 3. August 2015 im Rahmen einer beispiellosen Verhaftungswelle der chinesischen Regierung gegen Menschenrechtsanwält_innen und andere engagierte Bürger_innen von der Polizei festgenommen worden. Erst im Juli 2018 konnte ein Anwalt ihn endlich treffen und seine Familie informieren, dass Wang noch am Leben ist.

Am 28. Januar 2019 wurde Wang Quanzhang nach einem kurzen Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit wegen "Untergrabung der Staatsmacht" zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Er ist weiterhin in großer Gewahr, gefoltert und anderweitig misshandelt zu werden.

Im Juni 2019 konnte Wang Quanzhang seine Frau und seinen sechsjährigen Sohn zum ersten Mal seit 4 Jahren wieder sehen. Allerdings nur für 30 Minuten. Nach Angaben seiner Frau Li Wenzu hat Wang viel Gewicht verloren und ist stark gealtert. Er wirkte müde, apathisch und sehr ängstlich.

Wangs Familie wird von der Regierung verfolgt, überwacht und schikaniert.

Vor seiner Inhaftierung setzte sich Wang Quanzhang für die Religionsfreiheit ein und vertrat Opfer von Landvertreibungen sowie Aktivist_innen, die mehr Transparenz und Rechtsstaatlichkeit forderten - Menschenrechtsthemen, die die chinesische Regierung als besonders heikel einstuft. Aufgrund seiner Rolle bei der anwaltlichen Vertretung solcher Fälle wurde Wang schon vor seiner Inhaftierung häufig bedroht.

Mache Druck auf die chinesische Regierung und beteilige dich hier an unserer E-Mail-Aktion an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping sowie den chinesischen Botschafter in Deutschland, Wu Ken. Schreibe jetzt eine E-Mail und fordere die bedingungslose Freilassung von Wang Quanzhang!

Fordere die Freilassung von Wang Quanzhang!

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Dein Appell

Sehr geehrter Präsident Xi Jinping,

ich schreibe Ihnen, um meine große Besorgnis über die Inhaftierung des Menschenrechtsanwalts Wang Quanzhang zum Ausdruck zu bringen. Wang Quanzhang ist ein politischer Gefangener - er wurde zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, nur weil er sich friedlich für die Menschenrechte eingesetzt hat.

Nachdem Wang Quanzhang fast 4 Jahre lang in Isolationshaft war, traf er am 28. Juni 2019 schließlich seine Frau Li Wenzhu und seinen Sohn Wang Guangwei für 30 Minuten. Seine Ehefrau sagte, Wang sei "ein anderer Mensch geworden". Wang war während des Treffens sehr ängstlich und aufgeregt und schien gar nicht zu verstehen, was sie ihm sagte. In Haft drohen ihm Folter und andere Misshandlungen.

Auch seine Familie wird ständig belästigt, verfolgt und überwacht, seit Wang Quanzhang inhaftiert wurde.

Sehr geehrter Herr Präsident, ich fordere Sie höflich auf:

  • Lassen Sie Wang Quanzhang sofort und bedingungslos frei.
  • Sorgen Sie dafür, dass Wang Quanzhang in der Haft nicht gefoltert oder anderweitig misshandelt wird.
  • Stellen Sie sicher, dass er regelmäßigen und uneingeschränkten Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand seiner Wahl und jeder nötigen medizinischen Versorgung hat.

Freiheit für Wang Quanzhang!

Sehr geehrter Präsident Xi Jinping,

Ich schreibe Ihnen, um meine große Besorgnis über die Inhaftierung des Menschenrechtsanwalts Wang Quanzhang zum Ausdruck zu bringen. Wang Quanzhang ist ein politischer Gefangener - er wurde zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, nur weil er sich friedlich für die Menschenrechte eingesetzt hat.

Nachdem Wang Quanzhang fast 4 Jahre lang in Isolationshaft war, traf er am 28. Juni 2019 schließlich seine Frau Li Wenzhu und seinen Sohn Wang Guangwei für 30 Minuten. Seine Ehefrau sagte, Wang sei "ein anderer Mensch geworden". Wang war während des Treffens sehr ängstlich und aufgeregt und schien gar nicht zu verstehen, was sie ihm sagte. In Haft drohen ihm Folter und andere Misshandlungen.

Auch seine Familie wird ständig belästigt, verfolgt und überwacht, seit Wang Quanzhang inhaftiert wurde.

Sehr geehrter Herr Präsident, ich fordere Sie höflich auf:

  • Lassen Sie Wang Quanzhang sofort und bedingungslos frei.
  • Sorgen Sie dafür, dass Wang Quanzhang in der Haft nicht gefoltert oder anderweitig misshandelt wird.
  • Stellen Sie sicher, dass er regelmäßigen und uneingeschränkten Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand seiner Wahl und jeder nötigen medizinischen Versorgung hat.

Hintergrundinformationen

Menschenrechtsverteidiger_innen und politisch engagierte Menschen leiden in China seit dem Amtsantritt des Präsidenten Xi Jinping im Jahr 2013 unter zunehmenden Repressionen. Die chinesische Regierung schüchtert sie ein, drangsaliert sie, inhaftiert sie willkürlich, stellt sie illegal unter Hausarrest und foltert und misshandelt sie. In vielen Fällen werden inhaftierte Menschenrechtler_innen durch Folter zu "Schuldgeständnissen" gezwungen. Oftmals werden diese im staatlichen Fernsehen übertragen und vermindern damit die Aussicht auf ein faires Verfahren der Inhaftierten.

Auch die Familien einschließlich der Kinder sind von diesen Repressalien betroffen, werden unter Hausarrest gestellt oder leiden unter der permanenten Überwachung durch Sicherheitskräfte. Die chinesische Regierung hat den ohnehin eingeschränkten Spielraum für die Zivilgesellschaft in den vergangenen Jahren durch weitere Gesetze unter dem Deckmantel der „nationalen Sicherheit“ immer weiter beschnitten. Die Gesetze räumen den Staatsorganen größere Befugnisse ein, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, Informationen zu zensieren, Menschenrechtsverteidiger_innen zu drangsalieren und strafrechtlich zu verfolgen.

Das harte Vorgehen der chinesischen Regierung zeigt sich besonders deutlich an der Kampagne gegen Rechtsanwält_innen im Juli 2015 , die sogenannte "709-Aktion". Innerhalb weniger Wochen verhörte sie fast 250 Rechtsanwält_innen und Menschenrechtsaktivist_innen oder nahm sie in Gewahrsam, darunter auch Wang Quanzhang. Zehn von ihnen wurden verurteilt, "die Staatsmacht untergraben" zu haben oder "Streit angefangen oder Ärger provoziert" zu haben. Zwölf Personen wurden unter "Hausarrest an einem festgelegten Ort" gestellt, einer Form der geheimen Inhaftierung ohne Kontakt zur Außenwelt, mit der die Polizei Personen bis zu sechs Monate lang außerhalb des offiziellen Systems festhalten kann. Mehrere der Anwält_innen berichteten, dass sie in Haft gefoltert und misshandelt wurden und gezwungen waren, unbekannte Medikamente einzunehmen.