Aktuell 20. April 2015

Flüchtlinge und Asyl

Flüchtlinge und Asyl
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"Die EU-Regierungen müssen sofort handeln und jetzt endlich eine gemeinsame Seenotrettungsoperation starten."

Fordern Sie von Angela Merkel mehr Rechte und besseren Schutz für Flüchtlinge!

Zur Aktion auf amnesty.de/soseuropa

Am Donnerstag, 23.4., werden wir vor dem Bundeskanzleramt in Berlin ein Zeichen setzen. Wir brauchen Ihre Unterstützung, kommen Sie vorbei!

20. April 2015 - Am Sonntag ist ein Boot mit vermutlich über 900 Menschen im Mittelmeer gekentert. Gerettet werden konnten vermutlich nur 28. Angesichts dieser neuerlichen Katastrophe im Mittelmeer fordert Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland:

"Die EU-Regierungen müssen sofort handeln und jetzt endlich eine gemeinsame Seenotrettungsoperation starten. Wir brauchen jetzt keine öffentliche Bestürzung ohne Konsequenzen, sondern entschlossenes Handeln.

Im vergangenen Jahr haben die EU-Regierungen beschlossen, die erfolgreiche Seenotrettungsoperation "Mare Nostrum" nicht fortzuführen. Damit sind alle EU-Regierungschefs, auch Angela Merkel, mitverantwortlich für das Massensterben im Mittelmeer. Denn mit der Entscheidung waren neue Schiffskatastrophen absehbar. Die EU muss wieder eine Seenotrettungsaktion wie "Mare Nostrum" starten - mit der aktiven Unterstützung der Bundesregierung.

Die EU darf Italien nicht wieder im Stich zu lassen. Eine neue Operation zur Seenotrettung sollte mit Personal, Helikoptern, Schiffen und Geld von den anderen Mitgliedsstaaten unterstützt werden, um im Auftrag der gesamten EU Menschen vor dem sicheren Tod zu retten. Solange das nicht passiert, bleibt das Mittelmeer ein Todesstreifen an der Südgrenze Europas.

Wenn EU-Regierungen jetzt nur mit dem Finger auf skrupellose Schleuser deuten, ist das heuchlerisch. Die europäische Abschottungspolitik lässt verzweifelten Menschen keine andere Wahl, als sich in die Hände von Schleusern zu begeben. Neben der Seenotrettung muss es endlich legale Wege für Flüchtlinge nach Europa geben. Wenn die EU hier ihre Arbeit tut, werden die Schlepper arbeitslos.

Die meisten Bootsflüchtlinge kommen aus Ländern wie Syrien, Eritrea, Somalia oder Afghanistan. Sie fliehen aus unerträglichen Situationen, vor Verfolgung, Krieg und Gewalt. Sie müssen eine Chance haben, in Europa Schutz zu suchen."

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