Sibel Kekilli, Schauspielerin
Über Sibel Kekilli
[Über Sibel Kekilli]
Sibel Kekilli
© Sandra Semburg
Sibel Kekilli erhielt mit ihrem Spielfilmdebüt in Fatih Akins Kinofilm "Gegen die Wand" zahlreiche nationale und internationale Preise und Auszeichnungen (u.a. Deutscher Filmpreis für Beste Hauptdarstellerin; Bambi als Shooting Star des Jahres 2004; Beste Schauspielerin beim Santa Barbara International Film Festival). 2005 spielt sie außerdem u.a. in dem Kinofilm "Kebab Connection" (Regie: Anno Saul); 2006 in Joseph Vilsmaiers "Der letzte Zug" und Hans Steinbichlers "Winterreise" sowie 2010 in dem Zweiteiler "Gier" unter der Regie von Dieter Wedel. Als beste Schauspielerin wird Sibel Kekilli 2010 für ihre Rolle in dem Kinofilm "Die Fremde" (Regie: Feo Aladag) u.a. mit dem Deutschen Filmpreis sowie beim "Tribeca Film Festival" in New York und beim 15. "Festival Türkei/Deutschland" geehrt. "Die Fremde" geht als deutscher Beitrag für eine der begehrten Oscar-Nominierungen in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger Film" ins Rennen. In 2011 ist sie in Matthias Schweighöfers Regiedebüt "What a Man" im Kino zu sehen. Einem internationalen Publikum wird Sibel Kekilli in der HBO-Erfolgsserie "Game of Thrones" (2011-2014) bekannt. Seit 2011 spielt sie die Kommissarin Sarah Brandt im Kieler Tatort. 2012 wird sie für ihre Darstellung im Tatort "Borowski und die Frau am Fenster" als Beste Schauspielerin in der Kategorie "Serien und Reihen" für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert und gewinnt 2013 den Hollywood Reporter Award für hervorragende Leistungen in der internationalen Film- und Fernsehbranche.
[Sibel Kekilli im Gespräch]
Sie sind bei der diesjährigen Berlinale Mitglied der unabhängigen Jury von Amnesty International. Warum ist es Ihnen wichtig, Amnesty auf diese Weise zu unterstützen?
Amnesty International ist eine wichtige unabhängige Organisation, die sich seit jeher für Menschenrechte einsetzt und durch verschiedene Aktionen und Kampagnen jeglicher Art auf diese Missstände aufmerksam macht. Es ist mir ein Anliegen, das zu unterstützen.
Sie werden sich im Rahmen der Juryarbeit etwa 15 unterschiedliche Menschenrechtsfilme ansehen, das Spektrum reicht von der tagesaktuellen Reportage und Dokumentation bis zum großen Spielfilm. Was erwarten Sie von einem guten Film zum Thema Menschenrechte?
Ich erwarte in jedem Fall eine ziemlich bunte Mischung von Filmen, die an das Thema ganz unterschiedlich herantreten. Ein Film über Menschenrechte muss schonungslos und mutig die Missstände aufdecken und sie dem Zuschauer behutsam vor Augen führen. Letztendlich muss ein Film über solche Themen immer direkt berühren, aufrütteln und ein Stück weit verstören. Denn nur so wird eine fruchtbare Diskussion in Gang gesetzt werden können.
Gibt es einen Film zum Thema Menschenrechte, der Sie besonders beeindruckt hat?
Einer von von vielen Filmen, der mich sehr berührt hat und der sich mir nach fast zehn Jahren fest in mein Gedächtnis gebrannt hat ist der Dokumentarfilm "Lost Children". Er behandelt das Thema von ehemaligen Kindersoldaten in Uganda.