Aktuell Vereinigte Arabische Emirate 21. Februar 2013

Rüstungsmesse in Abu Dhabi: Die Welt braucht Waffenkontrollen, keine Waffenschau

Rüstungsmesse in Abu Dhabi: Auch knapp 70 deutsche Rüstungsschmieden sind vertreten.

Rüstungsmesse in Abu Dhabi: Auch knapp 70 deutsche Rüstungsschmieden sind vertreten.

21. Februar 2013 - Auf der "IDEX" in Abu Dhabi stellen über 1.100 Firmen aus fast 60 Ländern neuste Waffen, Rüstungsgüter und Militärtechnologie zur Schau. Auch knapp 70 deutsche Rüstungsschmieden sind vertreten.

Chinesische Firmen zeigen Kleinwaffen, leichte Waffen und die entsprechende Munition, die in der Vergangenheit von einer bewaffneten Gruppe im blutigen Konflikt im Osten Kongos benutzt wurden. Firmen aus den USA und Frankreich stellen so genannte "nicht tödliche" Waffen wie Tränengas und Wasserwerfer vor. Polizei und Sicherheitskräfte im Nahen Osten setzten sie in den vergangenen zwei Jahren massiv ein, um Demonstrationen des "arabischen Frühlings" niederzuschlagen. Besonders perfide: Eine Firma aus Südkorea zeigt neuste Streubomben-Modelle - obgleich Streumunition für Zivilisten, insbesondere Kinder, auch viele Jahre nach einem Konflikt tödlich ist und von über 100 Länder sie geächtet wird.

Einen Monat vor Beginn der UNO-Verhandlungen für einen Vertrag zur Kontrolle des Waffenhandels ("Arms Trade Treaty") fordert Amnesty, dass in Abu Dhabi keine Geschäfte gemacht werden, durch die Waffen erneut in Länder geliefert werden, in denen sie zu schweren Menschenrechtsverletzungen beitragen können.

Beteiligen Sie sich an unserer Online-Aktion und fordern Sie US-Präsident Obama auf, bei der UNO-Konferenz im März 2013 für einen starken Waffenhandelskontrollvertrag zu stimmen!

Lesen Sie den ganzen Artikel in englischer Sprache auf www.amnesty.org

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