Aktuell 18. Januar 2012

Ayat Najafi, Regisseur

Jury-Mitglied Ayat Najafi

Jury-Mitglied Ayat Najafi

"Der Amnesty Filmpreis ist ein bedeutendes Signal - auch an meine Landsleute: es ist wichtig, dass sich Filmschaffende dieses Themas annehmen. Sie können damit etwas bewirken!"

Ayat Najafi wurde 1976 in Teheran geboren und studierte Scenography. Mit 19 Jahren gründete er eine Jugendtheatergruppe an seiner Universität und wirkte bei zahlreichen Theaterproduktionen als Regieassistent, Autor, Schauspieler und Set Designer mit. Seit 2000 führt er selbst Regie.

Im Jahr 2003 gründete er das Arta Atelier, das interdisziplinäre und multimediale Theaterprojekte entwickelt und experimentelle Kurz- und Dokumentarfilme produziert. 2005 nahm er mit seinem Kurzfilm "Move it" am Berlinale Talent Campus "Shoot Goals, Shoot Movies" teil. "Football under Cover" sein erster langer Dokumentarfilm feierte seine Premiere bei der Berlinale 2008 und wurde auch auf vielen anderen Festivals gezeigt. Der Film gewann den Berlinale Teddy Award für den besten Dokumentarfilm und den Prix Europe IRIS für die beste multikulturelle TV-Produktion.

Najafi ist Alumnus des kulturwissenschaftlichen Instituts der Universität Konstanz, wo er seine Theaterproduktion "Geschichten von bärtigen Frauen und Männern in Röcken" aufführte. "Lady Teheran", seine zweite Theaterproduktion in Deutschland feierte 2009 in Berlin Premiere und "Rascht- Stadt Der Frauen" in 2011. Ayat Najafi arbeitet als Theater- und Filmregisseur. Zurzeit lebt er in Berlin und Teheran.

Drei Fragen an Ayat Najafi:

Warum ist es Ihnen wichtig, Amnesty zu unterstützen?

In meiner Heimat werden viele Filmemacher eingeschüchtert oder sitzen in Haft, nur weil sie in ihren Filmen Menschenrechte aufgreifen. Der Amnesty Filmpreis ist ein bedeutendes Signal - auch an meine Landsleute: es ist wichtig, dass sich Filmschaffende dieses Themas annehmen. Sie können damit etwas bewirken!

Was erwarten Sie von einem guten Film zum Thema Menschenrechte?

Jede gute Geschichte im Zusammenhang mit der Würde und der Meinungsfreiheit eines Menschen, die mit einem filmischen Struktur gemacht wurde, kann ein guter Film zum Thema Menschenrechte sein.

Welcher Film fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Menschenrechtsfilme denken?

Der große Diktator, Charlie Chaplin
Milk, Gus Van Sant
Die Frau, die singt, Denis Villeneuve
Schlafkrankheit, Ulrich Köhler
Knowledge Is the Beginning, Paul Smaczny
Goodbye, Mohammad Rasoulof
This is not a film, Mojtaba Mirtahmasb & Jafar Panahi

Schlagworte

Aktuell

Weitere Artikel