Hans Christian Schmid, Regisseur, Autor, Produzent
Hans Christian Schmid
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Über Hans Christian Schmid
1. Februar 2011 - Hans-Christian Schmid wurde 1965 in Altötting geboren und lebt heute in Berlin. Nach dem Dokumentarfilmstudium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film absolvierte er ein Drehbuchstudium an der USC in Los Angeles. Zu seinen preisgekrönten Regiearbeiten gehören 23, Crazy, Lichter, Requiem und die internationale Koproduktion Sturm. In 2004 gründete er die Filmproduktionsfirma 23/5, die bisher fünf Filme produziert hat: Schmids eigene Filme Requiem, Die wundersame Welt der Waschkraft und Sturm, sowie die beiden Spielfilme Am Ende kommen die Touristen von Robert Thalheim und La Lisière - Am Waldrand von Géraldine Bajard. Als Gastdozent war Schmid in den letzten Jahren an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, der Filmakademie Ludwigsburg und derKunsthochschule für Medien in Köln tätig. Er ist Mitglied der deutschen und der europäischen Filmakademie, sowie der Akademie der Künste.
Filmographie (Auswahl)
1998 23 (Ko-Autor, Regisseur)
2000 Crazy (Ko-Autor, Regisseur)
2003 Lichter (Ko-Autor, Regisseur)
2006 Requiem (Regie, Produzent)
2007 Am Ende kommen Touristen (Produzent)
2008 Die wundersame Welt der Waschkraft (Autor, Regisseur, Produzent)
2009 Sturm (Ko-Autor, Regisseur, Produzent)
2010 La Lisière - Am Waldrand (Produzent)
Hans Christian Schmid im Gespräch
Sie sind in diesem Jahr Mitglied der Amnesty Jury. Warum ist es Ihnen wichtig, Amnesty auf diese Weise zu unterstützen?
Als Filmemacher kann ich dazu beitragen, dass der Preis an einen Film vergeben wird, der sich nicht nur dadurch auszeichnet, dass er thematisch zur Arbeit von Amnesty passt, sondern auch aus künstlerischer Sicht preiswürdig ist.
Herr Schmid, Ihr Film "Sturm" hat im vorletzten Jahr den Amnesty Filmpreis bei der Berlinale gewonnen. Was hat der Preis für Sie bedeutet?
In "Sturm" geht es um die schwierige Arbeit des Tribunals in Den Haag und die Folgen des Krieges auf dem Balkan. Den Preis für "Sturm" sehe ich als Ermutigung, mich weiterhin mit schwierigen Themen zu beschäftigen und sie so zu bearbeiten, dass spannende Kinostoffe daraus werden.
Sie werden sich im Rahmen der Juryarbeit etwa 10 bis 15 unterschiedliche Menschenrechtsfilme ansehen, das Spektrum reicht von der Dokumentation bis zum großen Spielfilm. Was erwarten Sie von einem guten Film zum Thema Menschenrechte?
Ich glaube, dass es schwer ist, Spielfilme mit Dokumentarfilmen zu vergleichen, was ich mir aber auf alle Fälle erwarte, ist ein Film, der nicht didaktisch ist und seine Botschaft nicht vor sich herträgt. Es sollte ein Film sein, der mich mit der Geschichte, die er zu erzählen hat, fesselt und mich emotional mitnimmt.