Fordern Sie ein wasserdichtes Waffenhandelsabkommen!
Italienischer Zollbeamter untersucht einen Container mit mehr als 8.000 beschlagnahmten Kalaschnikows
© REUTERS/Antonio Condorelli
17. Mai 2010 - Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt. Tausende mehr werden täglich verwundet, vergewaltigt und brutal unterdrückt; traumatisiert oder gezwungen ihre Häuser zu verlassen. Ende des Jahres 2008 waren weltweit 26 Millionen Menschen aufgrund von bewaffneten Konflikten Binnenflüchtlinge. Familien werden zerrissen und Millionen Männer, Frauen und Kinder leben in ständiger Angst.
Regierungen müssen unverantwortliche Rüstungstransfers bekämpfen. Waffen sind allein dafür hergestellt, Menschen zu töten oder zu verletzen. Eine Vielzahl von Abkommen regelt weltweit den Handel von vielen Produkten, von antiken Möbeln bis zu Dinosaurierknochen, nur nicht den internationalen Waffenhandel. Angesichts des unendlichen Leids, der massiven Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts und der gravierenden negativen Auswirkungen auf die Entwicklung durch unverantwortliche Rüstungstransfers und Waffenmissbrauch haben Amnesty International, Oxfam International und das Internationale Kleinwaffenaktionsnetzwerk IANSA im Jahr 2003 die Kampagne "Waffen unter Kontrolle" (www.controlarms.org) ins Leben gerufen.
Fordern Sie ein wasserdichtes Waffenhandelsabkommen!
© Privat
Diese Kampagne hat sich in den letzten Jahren in über hundert Ländern sehr erfolgreich für ein internationales Waffenhandelsabkommen eingesetzt. Im Dezember 2009 haben dann nach Jahren der Diskussionen 153 Staaten der Vereinten Nationen für einen konkreten Zeitplan für die Verhandlungen zur Ausarbeitung eines Abkommen gestimmt, jetzt im Juli 2010 werden die Verhandlungen beginnen.
Es ist höchste Zeit, allen Regierungen nochmals zu verdeutlichen, was ein solches Waffenhandelsabkommen enthalten muss!
Ein wasserdichtes Waffenhandelsabkommen muss:
- klare Regeln enthalten, um alle Rüstungstransfers an alle Akteure zu stoppen, die Kriegsverbrechen, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, genderspezifische Gewalttaten oder terroristische Angriffe begehen oder die alle Anstrengungen zur Beendigung bewaffneter Gewalt und Armut hintertreiben.
- umfassend alle Arten von Waffen, Munitionen und anderen Rüstungsgütern und Komponenten sowie Akteuren im weltweiten Rüstungshandel kontrollieren.
- Geheimhaltung und Korruption im globalen Waffenhandel beenden.
- durchgesetzt und überwacht werden und ermöglichen, dass Regierungen zur Rechenschaft gezogen werden.
Fordern Sie jetzt ein umfassendes und verbindliches internationales Waffenhandelsabkommen!
Wenn Sie Ihre Unterstützung für ein umfassendes und verbindliches Waffenhandelsabkommen ausdrücken möchten und die Bundesregierung auffordern wollen, sich für ein sicheres Abkommen zum Schutz von Leben und Menschenrechten zu engagieren, können Sie hier auf unserer internationalen Website Ihre Stimme abgeben:
Demand a bullet-proof Arms Trade Treaty!
Zum Weiterlesen auf Englisch: aktuelle Daten und Fakten über den unkontrollierten internationalen Waffenhandel
Killer facts: The impact of the irresponsible arms trade on lives, rights and livelihoods
Warum wir uns für ein globales Waffenhandelsabkommen engagieren und was wir fordern finden Sie in diesem Bericht:
Waffen außer Kontrolle: Für ein weltweites Waffenhandelsabkommen
Ein englisches Video über die Folgen des unkontrollierten Handel mit Kleinwaffen, unter dem oft die schutzlose Zivilbevölkerung am stärksten leidet, am Beispiel von Myanmar: