Aktuell Russische Föderation 30. März 2010

Amnesty verurteilt tödliche Bombenanschläge in Moskau

Rettungskräfte bergen Opfer nach Bombenangriff auf die Moskauer Metro, Moskau, Russland, 29.03.2010

Rettungskräfte bergen Opfer nach Bombenangriff auf die Moskauer Metro, Moskau, Russland, 29.03.2010

30. März 2010 - Amnesty verurteilt ohne Einschränkung die Bombenanschläge auf Zivilisten in der Moskauer Metro. Angriffe gegen Zivilpersonen verstoßen gegen grundlegende Prinzipien des humanitären Völkerrechts.

Mindestens 39 Menschen sind am Morgen des 29. März 2010 den Bombenanschlägen in der Moskauer Metro zum Opfer gefallen, Dutzende wurden verletzt. Innerhalb einer Stunde waren mitten im Moskauer Berufsverkehr an zwei U-Bahnhöfen Sprengsätze explodiert. Berichten zufolge handelte es sich bei den Angriffen um Selbstmordanschläge. Bisher hat sich keine Gruppe zu den Taten bekannt.

"Es gibt keine Rechtfertigung für solch grausame Angriffe auf Zivilisten. Die Verantwortlichen sollten verhaftet und in einem Verfahren zur Rechenschaft gezogen werden – natürlich unter strikter Berücksichtigung von internationalen Menschenrechtsstandards," sagte Halya Gowan, Direktorin des Europa- und Zentralasien-Programms bei Amnesty International.
"Die russischen Behörden müssen außerdem sicherstellen, dass ihre Reaktion auf den Angriff im Einklang mit den Menschenrechten steht."

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