Sergej Ljapin nach "Geständnis" verurteilt
25. Juni 2009 - Im April 2008 ist Sergej Ljapin in der Stadt Nischni Nowgorod im Zusammenhang mit einer Serie von Diebstählen festgenommen worden. Er bestreitet bis heute vehement, etwas mit diesen Diebstählen zu tun zu haben und gibt an, die Polizeibeamten hätten ihn unter Folter gezwungen, ein "Geständnis" zu unterschreiben. Sie hätten seinen gesamten Körper mit Wasser übergossen, Elektroden an empfindliche Körperteile angebracht, ihn getreten und geschlagen. Man habe ihn anschließend über Nacht in eine Zelle gesteckt, und erst als sich am nächsten Tag sein Zustand verschlechtert hatte, sei er in ein Krankenhaus gebracht worden.
In der Folge habe er, um die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe zu vermeiden, den Opfern der Diebstähle eine Entschädigung gezahlt. Tatsächlich ist Ljapin dann zwar wegen Diebstahls verurteilt worden; es wurde aber keine Freiheitsstrafe gegen ihn verhängt.
Später erfuhr Sergej Ljapin aus dem Fernsehen von der Arbeit des "Komitees gegen Folter", einer Nichtregierungsorganisation in Nischni Nowgorod, die Foltervorwürfe aufgreift. Er wandte sich mit Unterstützung dieser Organisation an die Behörden und zeigte die Folter an. Darauf wurde die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen die Polizeibeamten erstinstanzlich zunächst abgelehnt. Eine dagegen eingelegte Beschwerde Ljapins hatte insofern Erfolg, als dass das Regionalgericht in Nischni Nowgorod im Dezember 2008 die Entscheidung aufgehoben und den Fall zur erneuten Entscheidung über die Eröffnung eines Strafprozesses gegen die Polizeibeamten an das erstinstanzliche Gericht zurückverwiesen hat.
Setzen Sie sich für Sergej Ljapin ein.
Einfach Brief kopieren. Ausdrucken. Unterschreiben. Mit 0,70 EUR frei machen. Abschicken.
Prokuratura Nizhegorodskoi Oblasti
Prokuror Valerii Alekseevich Maksimenko
Ul. Izhorskaia 25
Nizhnii Novgorod
603950 - GSP-10
RUSSIAN FEDERATION
Sehr geehrter Herr Staatsanwalt,
im April 2008 wurde Sergej Ljapin in der Stadt Nischni Nowgorod im Zusammenhang mit einer Serie von Diebstählen festgenommen. Er bestreitet bis heute vehement, etwas mit diesen Diebstählen zu tun zu haben und gibt an, die Polizeibeamten hätten ihn unter Folter gezwungen, ein "Geständnis" zu unterschreiben. Sie hätten seinen gesamten Körper mit Wasser übergossen, Elektroden an den empfindlichen Teilen seines Körpers angebracht, ihn getreten und geschlagen. Trotz der dabei erlittenen Verletzungen hätten sie danach nicht für eine angemessene medizinische Behandlung gesorgt.
ICH FORDERE SIE DESHALB AUF DAFÜR ZU SORGEN,
dass die Foltervorwürfe von Sergej Ljapin umfassend, unabhängig und unparteiisch untersucht werden, das Ergebnis dieser Untersuchungen öffentlich gemacht wird und, sollten sich die Foltervorwürfe bestätigten, die dafür Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.
Hochachtungsvoll,
Name, Vorname
Unterschrift, Datum
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