Hinrichtung vollzogen

Ergebnis dieser Urgent Action

Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey ist am 22. September wegen Drogenschmuggels hingerichtet worden. Zuvor war er im Rahmen eines unfairen Gerichtsverfahrens auf der Grundlage eines unter Folter erzwungenen "Geständnisses" verurteilt worden.

Todesstrafe abschaffen!

Todesstrafe abschaffen!

Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey ist am 22. September wegen Drogenschmuggels hingerichtet worden. Zuvor war er im Rahmen eines unfairen Gerichtsverfahrens auf der Grundlage eines unter Folter erzwungenen "Geständnisses" verurteilt worden.

Sachlage

Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey ist am Morgen des 22. September hingerichtet worden. Seiner Familie wurde sein Leichnam in einem Krankenhaus in der südöstlich gelegenen Stadt Nadschran übergeben.

Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey war am 16. Januar 2013 von einem Gericht in der Stadt Nadschran zum Tode verurteilt worden. Sowohl ein Berufungsgericht als auch der Oberste Gerichtshof Saudi-Arabiens bestätigten später das Todesurteil.

Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey und sein Sohn Muhammad al-Qurey waren am 7. Januar 2012 bei dem Versuch, die Grenze zwischen der saudi-arabischen Stadt Al-Khadra und dem Jemen zu überqueren, festgenommen worden, da Zollbeamt_innen sie verdächtigten, Drogen in ihrem Auto mitzuführen. Den Gerichtsunterlagen zufolge versuchte Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey mit hoher Geschwindigkeit davonzufahren, um der Grenzpolizei zu entkommen, was ihm jedoch nicht gelang. Familienangehörige berichten, dass er psychische Probleme hatte und die Kontrolle über sich selbst verlor, sobald er unter Druck stand.

Die beiden Männer wurden zum Verhör abgeführt und gaben später an, gefoltert worden zu sein, um "Geständnisse" zu erzwingen. Muhammad al-Qurey "gestand" die Tat, erklärte aber, sein Vater hätte nichts über den Drogenschmuggel gewusst. Während des Verhörs wurde ihnen der Zugang zu Rechtsbeiständen verweigert. Das Gericht in Nadschran ignorierte die Ergebnisse einer Untersuchung, die es selbst in Auftrag gegeben hatte. Demnach litt Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey an einer psychischen Erkrankung, die möglicherweise sein Urteilsvermögen beeinträchtigt hat.

Den Vorwürfen beider Männer, gefoltert worden zu sein und kein faires Gerichtsverfahren erhalten zu haben, wurde anscheinend nicht nachgegangen.

Amnesty International wendet sich in allen Fällen ausnahmslos gegen die Todesstrafe, da sie das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschriebene Recht auf Leben verletzt und die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste aller Strafen darstellt.

Es sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.