Umweltaktivist freigelassen

Ergebnis dieser Urgent Action

Der gewaltlose politische Gefangene Ildefonso Zamora wurde nach fast neun Monaten Haft am 12. August freigelassen. Der für den Fall zuständige lokale Richter kam damit der Entscheidung eines Bundesrichters nach. Dieser hatte entschieden, dass Ildefonso Zamora freigelassen werden muss, da keine Beweise dafür vorliegen, dass er an einem Raub beteiligt war.

Ildefonso Zamora

Ildefonso Zamora

Der gewaltlose politische Gefangene Ildefonso Zamora wurde nach fast neun Monaten Haft am 12. August freigelassen. Der für den Fall zuständige lokale Richter kam damit der Entscheidung eines Bundesrichters nach. Dieser hatte entschieden, dass Ildefonso Zamora freigelassen werden muss, da keine Beweise dafür vorliegen, dass er an einem Raub beteiligt war.

Sachlage

Am 12. August ist Ildefonso Zamora, ein indigener Menschenrechtsaktivist, der sich für den Schutz eines Waldgebiets auf dem angestammten Land seiner Gemeinde einsetzt, aus dem Gefängnis im mexikanischen Bundesstaat México entlassen worden. Amnesty International betrachtete ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen.

Ildefonso Zamora war am 20. November 2015 festgenommen worden. Er gehört der indigenen Gemeinschaft der Tlauica in San Juan Atzingo an, das etwa 80 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt liegt. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates México warf ihm vor, 2012 an einem Raub in einem Haus der Gemeinde beteiligt gewesen zu sein und erhob Anklage gegen ihn. Am 11. August 2016 entschied ein Bundesrichter, dass im Fall von Ildefonso Zamora das Recht auf ein faires Verfahren verletzt worden war und wies den lokalen Richter an, den Umweltschützer freizulassen. Die Familie von Ildefonso Zamora, Greenpeace Mexiko, das Miguel-Agustín-Pro-Juaréz-Menschenrechtszentrum (Centro de Derechos Humanos Miguel Agustín Pro Juaréz) und Amnesty International setzten sich für seine Freilassung ein.

„Ich bin so glücklich, es ist großartig, wieder bei meiner Familie und meiner Gemeinschaft zu sein, nachdem ich fast neun Monate zu Unrecht inhaftiert war“, sagte Ildefonso Zamora Amnesty International im Anschluss an eine Pressekonferenz in Mexiko-Stadt, die nach seiner Freilassung stattfand. Er sagte zudem: „Das größte ‚Verbrechen’, das ich begangen habe, ist, dass ich die Zertifizierung und Anerkennung des angestammten Landes von San Juan Atzingo erreicht (…) und gegen die exzessive Abholzung unserer Wälder gekämpft habe. Mit unserem Kampf haben wir persönliche, wirtschaftliche und politische Interessen verletzt“.

Darüber hinaus dankte Ildefonso Zamora der Organisation für den Einsatz zu seinem Fall: „Mein aufrichtiger Dank gilt den Unterstützerinnen und Unterstützern von Amnesty International auf der ganzen Welt. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich Ihnen danke. Ich hoffe, dass Gott den Edelmut und die Großzügigkeit in Ihren Herzen bewahrt, sodass Sie sich auch in Zukunft für Menschen einsetzen, die leiden, wie ich gelitten habe, und die inhaftiert sind, so wie ich inhaftiert war.“

Es sind derzeit keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.