Pressemitteilung Japan 16. März 2017

Todesstrafe in Japan abschaffen! Amnesty-Aktion auf der CeBIT in Hannover

Terminhinweis: Amnesty-Aktion

Wann:
Montag, 20. März 2017 8.30 - 10.00 Uhr

Wo:
Hannover Messe Messeeingang Nord Europaplatz 30521 Hannover

Was:
Amnesty-Aktivisten protestieren mit einer Mahnwache bei der Eröffnung der CeBIT gegen die Todesstrafe in Japan. Sie halten Plakate, auf denen „Todesstrafe im High-Tech-Land Japan!“ geschrieben steht. Sie legen sich Stricke um den Hals und tragen schwarze Augenbinden. Amnesty fordert Japan dazu auf, alle Todesurteile in Haftstrafen umzuwandeln und die Todesstrafe abzuschaffen.

HANNOVER, 16.03.2017 - In Japan droht derzeit über 120 Häftlingen im Todestrakt die Hinrichtung: Ein Beispiel ist Matsumoto Kenji. Der heute 66-Jährige wurde im September 1993 trotz geistiger Behinderung wegen Mordes zum Tode verurteilt. Er sitzt seit 23 Jahren in der Todeszelle, obwohl japanisches wie internationales Recht die Hinrichtung von Menschen mit geistiger Behinderung verbieten.

„Hinrichtungen werden in Japan typischerweise im Geheimen durchgeführt. Todeskandidaten werden erst am Morgen ihres Hinrichtungstages über die bevorstehende Vollstreckung informiert. Die Familien der Gefangenen werden erst nach der Hinrichtung unterrichtet. Dagegen wollen wir heute ein Zeichen setzen“, sagt Henning von Hoerner, Pressesprecher des Amnesty-Bezirks Hannover. Insgesamt wurden seit 2012 unter der Regierung von Premierminister Shinzo Abe 17 Menschen durch den Strang hingerichtet. Amnesty International wendet sich unter allen Umständen gegen die Todesstrafe. Sie ist grausam, unmenschlich und erniedrigend und verstößt gegen das von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Artikel 3 garantierte Recht auf Leben.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Henning von Hoerner, Pressesprecher im Amnesty-Bezirk Hannover: 0511 692378 oder 0176 75531286.

Einen Online-Appell an Premierminister Abe finden Sie unter: www.amnesty-todesstrafe.de

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