Pressemitteilung 16. Mai 2014

Deutsche und internationale Akteure im Sudan: Alles falsch gemacht und nichts gelernt? Wie geht es weiter?

Einladung zum parlamentarischen Abend

Zeit: Mittwoch, den 21. Mai 2014 um 17:30 – 20:00

Ort: Unter den Linden 50, Raum 0120

PodiumsteilnehmerInnen: John-Raymond Jones (Amnesty International) Marina Peter (Sudan Focal Point Europe)

Einführung und Moderation: Dr. Annette Weber (Stiftung Wissenschaft und Politik)

Begrüßung und Fazit: Wolf-Christian Paes für die einladenden NGOs (Bonn International Center for Conversion)

Von der deutschen Öffentlichkeit fast unbemerkt, hält seit Dezember 2013 im Südsudan ein Machtkampf zwischen dem amtierenden Präsidenten Salva Kiir und seinem ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar an, der in gewaltsamen Auseinandersetzungen eskalierte. Friedensverhandlungen wurden Anfang April abgebrochen. Eine Lösung des Konfliktes ist nicht in Sicht.

Die Zivilbevölkerung steht zwischen den Fronten, während die Gewalt anhält und sich die humanitäre Situation zunehmend verschlechtert. Tausende Südsudanesen fielen der Gewalt bereits zum Opfer, mehr als eine Million Menschen wurden vertrieben und 250.000 Südsudanesen sind in die Nachbarländer Uganda, Kenia und Äthiopien geflüchtet. Mit der bevorstehenden Regenzeit steuert der Südsudan auf eine Katastrophe zu. Wie konnte es zu dieser verfahrenen Situation im Südsudan kommen? Hat die internationale Gemeinschaft versagt? Was können internationale Gemeinschaft, Bundesregierung und NGOs daraus für die Zukunft lernen? Über diese Fragen werden beide PodiumsteilnehmerInnen diskutieren und sich insbesondere auch der Frage nach einem Versöhnungsprozess im Südsudan widmen.

John-Ramond Jones ist Teil des Südsudan-Teams von Amnesty International, das gerade von Recherchen aus dem Land zurückgekehrt ist. Marina Peter arbeitet seit Jahrzehnten zum Sudan und Südsudan und verfügt wie kaum eine zweite Person in Deutschland über profunde Kenntnisse zu beiden Ländern.

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein kleiner Empfang statt.

Anmeldung bitte zum 16. Mai 2014 an: Maria von Gagern, berlin2@crisisaction.org Telefonische Rückfragen unter: (030) 453 05 283

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Es laden ein Amnesty International, BICC, Brot für die Welt, Gesellschaft für bedrohte Völker, Die Johanniter, Welthungerhilfe, World Vision mit den Bundestagsabgeordneten Jan van Aken (Die Linke), Agnieszka Brugger (B90/Grüne), Johannes Selle (CDU), Christoph Strässer (SPD)

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