Äquatorialguinea: Menschenrechtler freilassen!

Days
:
Std
:
Min
Das Bild zeigt das Porträtbild eine Mannes

Der Menschenrechtsverteidiger Joaquín Elo Ayeto aus Äquatorialguinea (undatiertes Foto)

Seit der Menschenrechtsverteidiger Joaquín Elo Ayeto am 13. August 2024 in das Oveng-Azem-Gefängnis verlegt wurde, hat niemand mehr von ihm gehört. Joaquín Elo Ayeto war am 1. August 2024 festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, über die zivilgesellschaftliche Plattform Somos+, die nach Ansicht der Behörden nicht rechtmäßig registriert ist, illegale Aktivitäten durchgeführt zu haben. Besorgniserregend ist auch, dass er seiner Familie zufolge zum Zeitpunkt seiner Festnahme an Malaria und an Typhus litt.

Setzt euch für Joaquín Elo Ayeto ein!

Bereits bei "Mein Amnesty" registriert? Dann bitte hier anmelden.
Meine Profildaten (Vorname, erster Buchstabe des Nachnamens) dürfen bei Aktionsteilnahme angezeigt werden.

Ja, ich will mich für die Menschenrechte einsetzen und stimme zu, dass die Initialen meines Vornamens und Nachnamens bei Aktionsteilnahme an den Adressaten übermittelt und diesem angezeigt werden. Ich bin mir bewusst, dass in Drittstaaten oft kein mit dem europäischen Datenschutz vergleichbarer Schutz meiner personenbezogenen Daten gegeben ist und dass mit der Offenlegung ggf. Rückschlüsse auf meine politische Meinung möglich sind. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen, jedoch nur mit Wirkung für die Zukunft. Weitere Hinweise in unseren Datenschutzhinweisen.

Hinweis: Vielen Dank für deine Unterstützung. Deine Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Anschrift und optional Telefonnummer) verwenden wir auch, um dir aktuelle Informationen über Menschenrechte und unsere Arbeit sowie die unserer Netzwerkpartner zuzuschicken, Veranstaltungen anzukündigen und zur Teilnahme an Aktionen, Petitionen oder zu Spenden aufzurufen. Du kannst dich jederzeit kostenlos und einfach von unseren Newslettern abmelden. Klicke dazu einfach auf den Abmeldelink in den Nachrichten (E-Mail oder WhatsApp), oder schreibe uns an info@amnesty.de. Mehr Informationen findest du in unseren Datenschutzhinweisen.

Dein Appell

In welcher Sprache möchtet du den Brief verschicken? Bitte auswählen

Exzellenz,

seit der Menschenrechtsverteidiger Joaquín Elo Ayeto am 13. August 2024 in das Oveng-Azem-Gefängnis verlegt wurde, hat niemand mehr von ihm gehört. Joaquín Elo Ayeto war am 1. August 2024 festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, über die zivilgesellschaftliche Plattform Somos+, die nach Ansicht der Behörden nicht rechtmäßig registriert ist, illegale Aktivitäten durchgeführt zu haben. Besorgniserregend ist auch, dass er seiner Familie zufolge zum Zeitpunkt seiner Festnahme an Malaria und an Typhus litt.

Lassen Sie Joaquín Elo Ayeto bitte umgehend frei, da er nur wegen der friedlichen Wahrnehmung seiner Menschenrechte inhaftiert ist.              

Sorgen Sie bis zu seiner Freilassung dafür, dass die internationalen Menschenrechtsnormen gewahrt werden, indem Sie alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, damit Joaquín Elo Ayeto sofortigen Zugang zu seiner Familie, Rechtsbeiständen und der nötigen medizinischen Versorgung erhält.

Mit freundlichen Grüßen

His Excellency, 

I am writing to raise deep concern for arbitrarily detained human rights defender, Joaquín Elo Ayeto, known as Paysa, who has not been seen or heard from in over a year. Since his transfer to Oveng Azem prison in Mongomo on 13 August 2024, over a year ago, Joaquín Elo Ayeto has been held in incommunicado detention. Also of great concern is the fact that according to his family, Joaquín Elo Ayeto was battling typhoid fever and malaria at the time of his arrest.

Joaquín Elo Ayeto has been detained several times in connection with his work as a human rights defender. His detention is arbitrary and in violation of Article 13 of Equatorial Guinea’s constitution as well as the country’s international human rights obligations, namely the rights to freedom of expression, peaceful assembly and association.

In light of the above, I urge you to ensure the immediate release of Joaquín Elo Ayeto as he is detained solely for the peaceful exercise of his human rights. Pending his release, I call on you to guarantee full compliance with international human rights law by taking all necessary steps to ensure that Joaquín Elo Ayeto is granted immediate access to his family, lawyers and all necessary healthcare.

Yours sincerely,

Du möchtest dein Schreiben lieber per Brief, Fax oder mit deinem eigenen E-Mail-Programm versenden?

Hier kannst du deinen Brief ausdrucken, um ihn per Post oder Fax an die Behörden zu senden, oder ihn direkt über dein eigenes E-Mail-Programm verschicken.

Du hast Probleme beim Ausdrucken des Briefes? Dann klicke bitte hier.

Achtung: Bitte prüfe bei der Deutschen Post ob die Briefzustellung in das Zielland ungehindert möglich ist.

Bitte abschicken bis: 20.02.2026

Appell an

Teodoro Obiang Nguema Mbasogo
Palacio Presidencial de Guinea Ecuatorial
Avenida de Libertad
Malabo
ÄQUATORIALGUINEA

Sende eine Kopie an

Botschaft der Republik Äquatorialguinea
Herrn Sisinio Eyebe Mbana Makina
Geschäftsträger a.i.
Rohlfsstraße 17–19
14195 Berlin
Fax: 030-8866 3879
E-Mail: botschaft@guinea-ecuatorial.de

Amnesty fordert:

  • Lassen Sie Joaquín Elo Ayeto bitte umgehend frei, da er nur wegen der friedlichen Wahrnehmung seiner Menschenrechte inhaftiert ist.             
  • Sorgen Sie bis zu seiner Freilassung dafür, dass die internationalen Menschenrechtsnormen gewahrt werden, indem Sie alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, damit Joaquín Elo Ayeto sofortigen Zugang zu seiner Familie, Rechtsbeiständen und der nötigen medizinischen Versorgung erhält.

Sachlage

Die willkürliche Inhaftierung des als "Paysa" bekannten Menschenrechtsverteidigers Joaquín Elo Ayeto gibt Anlass zu großer Sorge. Seit mehr als einem Jahr hat man nichts mehr von ihm gehört.

Seit seiner Verlegung in das Oveng-Azem-Gefängnis in der Stadt Mongomo im Osten Äquatorialguineas am 13. August 2024 ist Joaquín Elo Ayeto ohne Kontakt zur Außenwelt. Seine Familie weiß nicht, ob er tot oder lebendig ist. Vor mehr als einem Monat reiste ein Angehöriger mehr als 400 Kilometer, um Joaquín Elo Ayeto zu sehen. Ihm wurde jedoch der Zugang zum Oveng-Azem-Gefängnis mit der Begründung verweigert, den Häftlingen sei kein Besuch erlaubt. Es verstößt gegen das Völkerrecht, Häftlingen den Zugang zu ihren Familien und Rechtsbeiständen zu verweigern.

Höchst besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass Joaquín Elo Ayeto nach Angaben seiner Familie zum Zeitpunkt seiner Festnahme an Typhus und Malaria litt. Dass seine Familie keine Informationen zum aktuellen Verbleib und Wohlergehen von Joaquín Elo Ayeto hat, sorgt für zunehmende Verzweiflung und Ratlosigkeit.

Joaquín Elo Ayeto wurde bereits mehrmals im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Menschenrechtler festgenommen. Seine Inhaftierung ist willkürlich und verstößt gegen Artikel 13 der Verfassung von Äquatorialguinea sowie die Menschenrechtsverpflichtungen des Landes, insbesondere gegen die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Joaquín Elo Ayeto ist Mitglied der politischen Oppositionspartei CPDS und gehört der Koordinierungsgruppe für die zivilgesellschaftliche Plattform Somos+ an, die seit 2015 besteht und sich für die Menschenrechte einsetzt. 

Am 1. August 2024 wurde Joaquín Elo Ayeto bei sich zuhause in der Hauptstadt Malabo willkürlich festgenommen, nachdem sich Angehörige der Gendarmerie Zutritt zu seinem Haus verschafft hatten. Er wurde auf eine Gendarmeriestation in Malabo gebracht, die als La Luna bekannt ist. Am 9. August 2024 wurde Joaquín Elo Ayeto in das Black-Beach-Gefängnis in Malabo verlegt.

Wenige Tage vor seiner Festnahme hatten Joaquín Elo Ayeto und einige weitere Personen der Insel Annobón die französische Botschaft in Malabo aufgesucht, um die Zusammenarbeit zwischen der Botschaft und der Menschenrechtsplattform Somos+ zu stärken. Somos+ deckte Menschenrechtsverletzungen auf, die jüngst auf der Insel Annobón begangen wurden, nachdem Bewohner*innen gegen die Auswirkungen von Dynamitexplosionen im Bergbau demonstriert hatten.