Der dritte Weg
In Ägypten stehen sich die Anhänger der Muslimbrüder und des Militärs unversöhnlich gegenüber. Menschen, die Ausgleich und Dialog suchen, gibt es nur wenige. Einer von ihnen ist Yousry el-Komy. Unermüdlich bereist er das Land und versucht, das Denken der Menschen zu verändern. Seine Zuhörer nennen ihn einfach "Doktor".
Von Carsten Stormer
Doktor Yousry el-Komy lehnt an der Außenmauer eines schäbigen Hotels in Beni Suef, einer Stadt in Oberägypten. Er blickt etwas widerwillig auf das Display seines Mobiltelefons. 37 neue Nachrichten, er scrollt durch die Absender, seufzt. "Später", sagt er wie zu sich selbst, schaltet das Telefon aus und wischt sich Schweißperlen von der Stirn. Er schreibt selten zurück, lieber redet er mit den Menschen. Komy ist erschöpft. Eine lange Reise liegt hinter ihm. Er blickt auf seine Armbanduhr, es ist kurz vor Mitternacht. Am Nachmittag hat er ein Seminar mit 150 jungen Anhängern von General Sisi in der Stadt Benha beendet, 160 Kilometer von Beni Suef entfernt. Anschließend hat er sich sieben Stunden lang durch den ägyptischen Verkehr gequält und vier Mal das Transportmittel gewechselt: Taxi, Minibus, wieder ein Taxi, die Kairoer U-Bahn. Er hat mit Fahrern um den Fahrpreis gefeilscht, stand vier Stunden in einer Blechkolonne, die sich nur millimeterweise vorwärtsbewegte.
Yousry el-Komy, 42 Jahre alt, Bauchansatz, Augenringe, die
er hinter einer Brille versteckt, ein Doktortitel, zwei Masterabschlüsse, ist einer jener Männer, die rar geworden sind in Ägypten, weil sie Versöhnung predigen und religiöse wie politische Dogmen ablehnen. Seit Wochen reist er durch Ägypten, vermittelt zwischen verfeindeten Gruppen, hält Seminare und Schulungen ab, in denen er erklärt, wie Demokratie funktioniert. Tausende junge Menschen schart er um sich, die ihm zuhören wie Jünger ihrem Propheten. Als ob sie sich in diesen verworrenen Zeiten an etwas festklammern wollten, das ihnen Halt gibt. Gestern in Benha, heute in Beni Suef, drei Tage später Kairo, dann Alexandria, Minya, zwischendurch, wenn es die Zeit zulässt, ein Abstecher zur Familie. Pausen kennt sein Terminkalender nicht. Gerade jetzt ist er ein gefragter Mann, weil sich Muslimbrüder und Armee unversöhnlich gegenüberstehen und Menschen sterben. "Die Jugend ist Ägyptens Zukunft. Ich will ihre Köpfe mit Inhalten füllen. Ihnen eigenständiges Denken beibringen."
Dr. Yousry el-Komy hat in seinem Leben mehr als tausend Seminare gegeben. Aber nie war seine Arbeit so wichtig wie in diesen Tagen, in denen das zarte Gebilde der ägyptischen Revolution wie ein Kartenhaus zusammenbricht. "Wir Ägypter wollen die Demokratie", sagt er. "Leider hat uns niemand beigebracht, dass man in einer Demokratie alle Seiten respektieren und Kompromisse schließen muss."
Noch acht Stunden bis zu seinem nächsten Seminar. Kaum Zeit, um sich vorzubereiten, etwas zu essen, E-Mails und Anrufe zu beantworten und ein wenig Schlaf zu finden – ein, zwei Stündchen vielleicht. Am nächsten Morgen soll er vor siebzig Anhängern der Muslimbruderschaft einen Vortrag über Demokratie und politische Willensbildung halten. Das gleiche Programm wie für den politischen Gegner am Tag zuvor. Sie werden es nicht merken. Es sind die kleinen Siege des Yousry el-Komy.
Ein tiefer Riss geht durch Ägypten, seit der demokratisch gewählte Präsident Mohammed Mursi im Juli vergangenen Jahres von General Abdel Fattah El-Sisi aus dem Amt geputscht wurde. Neun Monate und mehr als tausend Tote später stehen sich beide Seiten unversöhnlicher denn je gegenüber. Komys Mission lautet, diesen Riss zu kitten. Sie ist zu seiner Lebensaufgabe geworden.
Am nächsten Morgen kreist ein Aufklärungshubschrauber der Polizei über Beni Suef, weil hier immer noch Menschen gegen die Militärregierung und für den abgesetzten Präsidenten Mursi demonstrieren. Die Stadt ist eine Hochburg der Muslimbruderschaft: religiös, konservativ, arm; Humus für religiösen Fundamentalismus der zu kurz Gekommenen.
Am nächsten Morgen. In ein paar Minuten beginnt das Seminar im Frauenkulturzentrum von Beni Suef, nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt. Komy sitzt in der Lobby und lauscht den Fernsehnachrichten. Es scheint, als hätte es die Revolution nie gegeben: Ein Richter verurteilt in einem Schnellverfahren 529 Muslimbrüder zum Tode. Die Presse wird geknebelt. Journalisten, die mit Anhängern der Muslimbrüder sprechen, werden verhaftet. Auf dem Sinai bekämpfen sich Militär und Islamisten. Und General Sisi kandidiert für das Präsidentenamt, entgegen seinen Beteuerungen. Komy nimmt seine Brille ab und drückt Daumen und Zeigefinger gegen seine Lider. Die Nachrichten kommentieren will er nicht, er hat kaum geschlafen in der vergangenen Nacht. Der Kopf schmerzt, der Magen auch. Und der Blutdruck spielt verrückt. Da klingelt das Telefon: "Ja… hm… ach ja… nein, ich kann leider nicht." Dann legt er auf. Seine Frau hat gefragt, ob er heute nach Hause komme, seine Kinder würden ihn vermissen. "Außerdem habe ich heute Geburtstag. Das habe ich ganz vergessen." Kürzlich vergaß er die Einschulung seines jüngsten Sohnes.
Seit dem Sturz des Muslimbruders Mursi lässt sich das Militär von den Massen feiern. Überall hängen Plakate mit dem Bild von General Sisi. Die Muslimbrüder haben zu Demonstrationen aufgerufen. Die Polizei hat Straßensperren in den Hochburgen der Muslimbrüder errichtet, ganze Viertel abgeriegelt. Draußen sind Gewehrschüsse zu hören. "Wie soll man an solch einem Tag Geburtstag feiern?", fragt Komy.
Keine Zeit für jemand, der auf dem "dritten Weg" dahineilt, wie Komy den Mittelweg zwischen den Extremen nennt, der derzeit in Ägypten nicht populär ist. "Unser Schulsystem ist miserabel. Die Medien bejubeln denjenigen, der gerade an der Macht ist. Die Jugend wird für unmündig erklärt oder für die jeweiligen Interessen missbraucht. Dann noch die hohe Arbeitslosigkeit. Wie soll da ein Wandel möglich sein? Ich will die Köpfe erreichen, das Denken verändern." Nur so sei ein Wandel möglich. "Wir Ägypter haben die seltsame Eigenschaft, dass jeder Anführer sein möchte, aber niemand Assistent. Zu viele Häuptlinge können sich nicht einigen."
Siebzig junge Ägypter warten schon auf ihn, als er in das Frauenkulturzentrum von Beni Suef kommt. Den Frauen schüttelt er die Hände, die Männer umarmt er. Dann legt er los: Demokratie, Verfassung, "checks and balances", Mut zu Kompromissen, Respekt gegenüber Andersdenkenden. Große Worte, wie ein Schutzschild gegen politische Hetze und religiösen Wahn. In Rollenspielen üben sie, gemeinsam Lösungen zu finden, ohne sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Gemischte Gruppen, Männer und Frauen, Andersdenkende und Gleichgesinnte. Es klingt so einleuchtend, so einfach.
Nicht alle zeigen sich überzeugt. "Haben wir kein Recht auf Selbstverteidigung?", fragt ein junger Mann. "Jede Woche demonstriere ich in Kairo für die Muslimbrüder und riskiere mein Leben dafür." Komy rät: "Dann gehe nicht hin. Wir haben gerade Krieg. Und Krieg löst unsere Probleme nicht." Der schmale Brillenträger braust auf. "Soll so das neue Ägypten aussehen? Ein Land, in dem Menschen nicht ihre Meinung kundtun dürfen, sondern wieder unterdrückt und eingeschüchtert werden?" Komy rudert mit den Armen, als wolle er ihn einfangen: "Du hast Freunde verloren. Aber bringt es einen von ihnen zurück, wenn du immer radikaler wirst? Wohin wollen wir jetzt?" Dabei geht auch Komy regelmäßig demonstrieren: "Für die Demokratie, für politische Lösungen, für Verhandlungen, nicht für Personen oder eine Weltanschauung. Für Ägypten." Denn Komy glaubt fest daran, dass sich Ägyptens Probleme nur demokratisch lösen lassen, in freien Wahlen, in politischen Kompromissen.
Ein Deckenventilator verquirlt die stickige Luft. Vollverschleierte junge Frauen machen sich auf ihren Smartphones Notizen. Junge Männer mit Gel in den Haaren und in engen Jeans ringen um Aufmerksamkeit, debattieren. Die Saat scheint langsam aufzugehen. Verwirrt seien sie, sagen die Teilnehmer. Viele sind weder für Mursi noch für Sisi.
Komy ist Lehrer, Pädagoge, Politiker, Netzwerker, Schlichter, unabhängiger Denker, Rebell in einer Person. Ein beliebter Gast in Diskussionsrunden im Fernsehen. Politiker wollen ihn für ihre Zwecke einspannen. Er gibt Interviews. Alles im Dienste der Revolution und Demokratie. Wie aber kam es dazu, dass ein Mann mit seinen Qualifikationen für einen Hungerlohn neun Monate im Jahr durchs Land hetzt? Woher kommt dieser Wille, etwas zu verändern?
Schon in seiner Kindheit hat er gelernt, dass etwas faul ist am Nil. Als er zwölf war, wählten ihn Lehrer und Mitschüler zum Schulsprecher, weil er schneller im Kopf war als die anderen, aber trotzdem beliebt. "Ich wollte etwas verändern. Dem Schulleiter aber ging es nur darum, dass ich meine Mitschüler bespitzele und verpetze. Da habe ich verstanden, dass etwas mit Ägypten nicht stimmt." Später studierte er Wirtschaft, Politik und Geschichte, absolvierte zwei Auslandssemester in den USA. "Dort habe ich viel über gesellschaftliche und politische Freiheitsbewegungen gelernt. Und auch freies Denken." Dieses Wissen wollte er dann weitergeben. Hochmotiviert kehrte er nach Ägypten zurück. Komy hat ein Diplom der Universität Helsinki in Entwicklungspolitik, einen Master in politischer Bildung der British Academy und einen Doktortitel für politische Soziologie.
Einen Job fand er trotzdem nicht, wie so viele Ägypter. Stattdessen fand er eine schlecht bezahlte Stelle als Buchhalter in der kleinen Hilfsorganisation "Organisation for the Advancement of Education". Heute ist er deren Vorsitzender. Ein Amt ohne Gehalt. Finanziert werden die Workshops durch Spenden und internationale Geldgeber. Komy selbst hat ein Stipendium für politische Toleranz der Ashoka-Stiftung erhalten, eine Non-Profit Organisation, die Leute fördert, die sich langfristig für gesellschaftlichen Wandel in ihrer Heimat einsetzen. Ashoka zahlt ihm die nächsten drei Jahre ein bescheidenes Gehalt, für die Familie reicht es zum Überleben. Wie es danach weitergeht? Keine Ahnung. Irgendwie.
Dabei fing alles so gut an, als im Januar 2011 Millionen Ägypter vereint auf die Straße gingen und innerhalb weniger Wochen den ägyptischen Diktator Husni Mubarak aus dem Amt jagten. Yousry el-Komy war einer von ihnen. "Wir hatten die Hoffnung, dass Ägypten nun ein Land wird, in dem alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen haben." Kurz darauf: freie Wahlen, ein Novum in Ägypten. Alles schien möglich. Also kandidierte Komy selbst für das Präsidentenamt. Weit sei er allerdings nicht gekommen, sagt er und grinst. Noch immer erinnern zerfledderte Wahlplakate in seiner Heimatstadt Tanta an den Versuch, an die Schalthebel der Macht zu gelangen. Also stimmte Komy, aus Mangel an Alternativen, für den Kandidaten der Muslimbrüder. "Wir hatten die Wahl zwischen den Vertretern des alten Regimes und den Muslimbrüdern. Ich habe gehofft, dass sie es besser machen. Deshalb habe ich für Mursi gestimmt." Diese Hoffnung wurde innerhalb nur eines Jahres enttäuscht. Der neue Präsident bevorzugte die eigenen Leute. Für die Massen änderte sich nichts. Die Lebensmittelpreise stiegen, an den Tankstellen wurde das Benzin knapp, dazu kamen hohe Arbeitslosigkeit, eine Jugend ohne Perspektive, Vetternwirtschaft. Im Juni des vergangenen Jahres ging Komy erneut mit Millionen von enttäuschten Ägyptern auf die Straße, um Mursis Rücktritt und Neuwahlen zu fordern. Tage später und von den Massen umjubelt interventierte das Militär, weil Mursi sich an die Macht klammerte, die ihm das Volk nehmen wollte.
Revolution, Gegenrevolution, ein Militärintervention, Ausschluss der Muslimbrüder aus dem Parlament, schließlich werden sie zur Terrororganisation erklärt. Dialog? Lösungsvorschläge? Fehlanzeige. "Die Putschisten haben die Revolution verraten. Ich bin weder für die Muslimbrüder noch für General Sisi. Beide haben bewiesen, dass sie undemokratisch sind", meint Komy. Die junge Demokratie ist verunsichert, die Menschen ziehen sich zurück, die alten Kader übernehmen. Die Religion wird eine Zuflucht für Enttäuschte, die Muslimbruderschaft driftet in den Untergrund. Das hinterlässt Lücken in der Gesellschaft. Menschen wie Komy machen sich daran, diese Lücken zu füllen.
Die Nacht bricht herein über Beni Suef. Es ist kurz nach 19 Uhr, gleich wird das Abendgebet enden. Eine Gruppe verschleierter Frauen steht vor der Moschee. Sie halten Transparente mit Bildern getöteter Demonstranten hoch und machen ein Zeichen, dass Muslimbrüder oft benutzen: Vier ausgestreckte Finger der rechten Hand. Damit erinnern sie an die Opfer des Massakers auf dem Raaba’a al-’Adawiyyah-Platz im August vergangenen Jahres, bei dem Hunderte Anhänger der Muslimbrüder und Gegner der Militärintervention getötet wurden – denn raaba’a bedeutet vier auf Arabisch. Teenager und junge Erwachsene tanzen wild im Kreis und singen "General Sisi ist ein Mörder". Frauen trommeln auf Darbukas. Männer reichen Mobiltelefone von Hand zu Hand, darauf die Bilder von toten Menschen. Sie nennen sie Märtyrer, verehren sie wie Schutzheilige. Vernunft hat es hier schwer.
Von überall strömen Menschen herbei. Frauen mit Kinderwagen, Kinder mit Stirnbändern. Der Zug der Demonstranten setzt sich in Bewegung. Vorn laufen die Angehörigen der Märtyrer: Die Schwester der getöteten Apothekerin, ein Bruder, ihre Eltern, Trauer und Wut in den Augen. Der junge Mann, der heute Vormittag Komy beim Vortrag Paroli geboten hat, ist mittendrin. Nein, Angst habe er nicht. "Allah hat einen Plan. Wenn es sein Wille ist, dass ich sterbe, dann bin ich bereit. Wir müssen die Mörder bekämpfen. Allah steht uns bei." Er schreit, singt, skandiert. Tod oder Sieg. Schwarz oder weiß. Dazwischen scheint es nichts zu geben. "Nein, wir sind keine Terroristen. Wir wollen Demokratie für Ägypten. Keinen neuen Mubarak. Nur Mursi kann Ägypten die Demokratie bringen." Drei Stunden lang ziehen die Menschen durch die Straßen und Gassen von Beni Suef. Alles verläuft friedlich, keine Polizei, kein Tränengas, kein Blut.
Komy hat derweil andere Sorgen. Vor einigen Wochen erhielt er eine Anfrage vom Ministerium für Jugend. Man bot ihm den Ministerposten an. Komy lehnte ab mit dem Argument, er könne nur für eine gewählte Regierung arbeiten. Das hat den neuen Machthabern nicht gefallen. Jetzt starrt Komy ungläubig auf das Display seines Telefons. Eine neue Kurznachricht. Die Lizenz seiner Organisation werde nicht erneuert, steht dort. Seine Schulungen wären dann verboten. Handelt es sich um Rache, um Einschüchterung? Komy löscht die SMS, steckt das Handy in die Tasche, zuckt mit den Schultern. Kurz darauf erfährt er, dass seinen Bildungsprojekten die Finanzierung verwehrt wird, seinem Versöhnungsprogramm ist die Basis entzogen, seine Arbeit faktisch unmöglich. Aufgeben? Unter keinen Umständen. Dies sei nur ein weiteres Hindernis auf dem holprigen Weg in ein neues Ägypten, sagt Komy. "Natürlich werde ich weitermachen. Es geht um die Zukunft meiner Kinder und die Zukunft aller Ägypter."
Der Autor ist freier Journalist und lebt in Manila.
Massenprozesse gegen Muslimbrüder
In zwei Massenprozessen innerhalb weniger Wochen wurden in Ägypten Hunderte Menschen zum Tode verurteilt. Ende April hat ein Gericht in El Minya entsprechende Urteile gegen 37 Menschen bekräftigt und in 491 Fällen lebenslange Haft verhängt. Die 528 Angeklagten werden beschuldigt, ein Attentat auf eine Polizeistation im August 2013 begangen zu haben und Mitglieder der verbotenen Muslimbruderschaft zu sein. Die Urteile erfolgten nach einem hochgradig ungerechten Gerichtsprozess, in dem der Richter weder Beweismaterial prüfte noch ein Kreuzverhör von Zeugen durch die Verteidigung zuließ.
Das Gericht leitete zudem ein Verfahren ein, um weitere 683 Todesstrafen-Fälle zu bestätigen. Unter ihnen ist auch Mohamed Badie, der oberste Führer der Muslimbruderschaft. Auch dieser Gerichtsprozess war in höchstem Maße ungerecht, wie der Amnesty-Delegierte berichtete, der im Gerichtssaal anwesend war.