Afghanistan

Verschleierte Kinder vor einer Tafel, an der eine verschleierte Person steht

Mädchen in einer Grundschule in der afghanischen Stadt Kandahar am 7. September 2025

Überblick: Menschenrechtslage in Afghanistan

  • Die Taliban verschärften 2025 ihre systematischen und umfassenden Angriffe auf die Rechte von Frauen und Mädchen. 
  • Ethnische und religiöse Minderheiten waren Diskriminierung ausgesetzt. So wurden zahlreiche Mitglieder der schiitischen Glaubensgemeinschaft der Ismailit*innen gezwungen, zum sunnitischen Islam zu konvertieren. 
  • Die Taliban unterdrückten unabhängige Medien und jegliche Kritik an ihrer Politik durch willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen von Journalist*innen und Angestellten der vormaligen Regierung. Inhaftierte Personen und Kritiker*innen der Taliban wurden gefoltert, misshandelt oder außergerichtlich hingerichtet. 
  • Proteste wurden systematisch unterdrückt, und es besteht nach wie vor faktisch kein Zugang zu einem fairen Gerichtsverfahren. 
  • Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) erließ Haftbefehle gegen den Obersten Führer der Taliban und den Obersten Richter Afghanistans. 
  • Die Wirtschaftslage war prekär und die humanitäre Lage verheerend. Zudem gefährdeten fehlende Gelder die Unterstützung des Gesundheitssystems durch die Weltgesundheitsorganisation. 
  • Ausgegrenzte ethnische und religiöse Gruppen wurden beim Zugang zu humanitärer Hilfe diskriminiert. Rechtswidrige Zwangsräumungen betrafen vor allem Frauen und Mädchen der schiitischen Minderheit der Hazara.

Weitere aktuelle Hintergrundinformationen zur Menschenrechtslage im Afghanistan findest du im Afghanistan-Kapitel des Amnesty Reports 2025/26.

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Eine Junge Frau mit einem Amnesty Megaphon auf einem Protest, um sie herum sind protestierende Menschen mit Demo-Schildern

Eine Junge Frau mit einem Amnesty Megaphon auf einem Protest, um sie herum sind protestierende Menschen mit Demo-Schildern (November 2024)

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