Äthiopien
Vor der Gewalt geflohen: Frauen und Kinder in einem Zentrum für Binnenvertriebene in Mek'ele, der Hauptstadt der äthiopischen Region Tigry (23. März 2025).
© 2025 SOPA Images
Überblick: Menschenrechtslage in Äthiopien
- Die Behörden vertrieben 2025 im Namen der Stadtentwicklung Tausende Menschen ohne angemessenen Vorlauf aus ihren Unterkünften.
- Zahlreiche Journalisten wurden willkürlich inhaftiert und schikaniert.
- Der Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft schrumpfte weiter: Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen wurden vermehrt überwacht und unterdrückt, und eine eingebrachte Gesetzesänderung bedrohte das Recht auf Vereinigungsfreiheit.
- Der Prozess der Übergangsjustiz geriet ins Stocken, und es wurden keine Schritte unternommen, um jene, die für völkerrechtliche Verbrechen im Konflikt in der Region Tigray verantwortlich waren, zur Rechenschaft zu ziehen.
- Frauen und Mädchen wurden weiterhin zum Ziel geschlechtsspezifischer Gewalt, darunter auch sexualisierte Gewalt in Verbindung mit den bewaffneten Konflikten.
- Menschenrechtsverteidigerinnen gerieten aufgrund ihrer Aktivitäten ins Visier der Behörden.
- Mindestens 600 eritreische Flüchtlinge wurden in Äthiopien willkürlich inhaftiert und nach Eritrea abgeschoben.