Kultur 27. Januar 2020

Sebastian Schipper – Mitglied der Amnesty-Jury auf der Berlinale 2020

Porträtaufnahme von Sebastian Schipper, der seinen linken Arm aufstützt und den Zeigefinger seiner linken Hand leicht an den Mund hält

Der Regisseur Sebastian Schipper ist Mitglied der Amnesty-Jury auf der Berlinale 2020

Sebastian Schipper (geboren 1968 in Hannover) studierte nach dem Abitur Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München. Nach ersten Kinoauftritten gab er 1998 mit "Absolute Giganten" sein Debüt als Drehbuchautor und Filmregisseur.

Nach weiteren Rollen als Schauspieler brachte er mit "Ein Freund von mir" (2006 mit Daniel Brühl und Jürgen Vogel) seinen zweiten Kinofilm als Regisseur und Drehbuchautor heraus. Schipper war unter anderem in mehreren Folgen des Hamburger "Tatort" an der Seite von Wotan Wilke Möhring zu sehen.

Schippers Film "Victoria" (bei dem er nicht nur als Autor und Regisseur, sondern erstmals auch als Produzent tätig war) sorgte dann auf der 65. Berlinale für Furore, gewann einen silbernen Bären, in der Folge sechs deutsche Filmpreise (unter anderem für den besten Film) und sorgte auch international für Aufsehen.

"Roads" war 2019 die erste internationale Produktion von Sebastian Schipper. Der Film, der die Geschichte von einem jungen Flüchtling und einem jungen Londoner erzählt, feierte beim Tribeca Filmfest in New York Premiere.

In einer Welt in der Diskussion fast nur noch schreiend geführt, Argumente ausschließlich auf die eigene Überzeugung hin überprüft werden und Werte, wie Demokratie und Humanismus plötzlich zur Disposition gestellt werden, hat Amnesty International das eigentlich Unmögliche geschafft: eine klare und bedeutsame Stimme der Vernunft und der überparteilichen Gerechtigkeit zu bleiben, ohne dabei gestrig oder überholt zu wirken.

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