Amnesty Report 24. Juli 2009

Gestrandet - Flüchtlinge schutzlos in der Türkei

Am 8. Dezember 2007 berichteten türkische und internationale Medien über Leichenfunde an der türkischen Westküste in der Nähe von Izmir, nachdem ein Boot mit Dutzenden von Männern, Frauen und Kindern gesunken war, die versucht hatten, Griechenland zu erreichen. In den folgen Tagen stieg die Zahl der gefundenen Toten auf 50 an, 10 Personen wurden lebend geborgen. Wie viele Personen bei dem Vorfall insgesamt ums Leben kamen, ist nicht bekannt. Dies ist kein Einzelfall. Und diese Tragödie macht deutlich, in welch verzweifelter Lage sich Menschen befinden, die versuchen, Europa zu erreichen. Obwohl zumindest ein Teil der Personen, die auf überfüllten und seeuntauglichen Booten die lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer antreten, internationalen Flüchtlingsschutz benötigen, sind sie gefangen zwischen den EU-Staaten, die mit immer rigideren Maßnahmen versuchen, die Einreise von möglichen Asylsuchenden zu verhindern und der Türkei, die ihrer Schutzverpflichtung nach internationalem Recht nicht nachkommt.

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Türkei Bericht

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