Amnesty Report Jordanien 04. Juni 2013

Asyl-Gutachten zum Thema Ehrenmorde in Jordanien

Asyl-Gutachten zum Thema Ehrenmorde und körperlichen Misshandlungen an Frauen in Jordanien.

1) Trifft es zu, dass in Jordanien "Ehrenmorde" bzw. körperliche Misshandlungen von Frauen durch männliche Familienmitglieder aus Gründen der "Familienehre" in signifikanter Zahl vorkommen? Werden solche Taten seitens der jordanischen Behörden und Gerichte effektiv geahndet? Ist davon auszugehen, dass, wenn eine Frau gegen ein männliches Familienmitglied Strafanzeige wegen körperlicher Übergriffe stellt, diesen Anzeigen wirksam nachgegangen wird?

Soweit uns bekannt ist, liegen keine offiziellen Statistiken der jordanischen Behörden über die Häufigkeit von "Ehrenmorden" oder körperlichen Misshandlungen von Frauen aus Gründen der "Familienehre" vor. Die Angaben über die Häufigkeit von" Ehrenmorden" in verschiedenen wissenschaftlichen Studien und in den Medien weichen voneinander ab. In den meisten Quellen wird ein Mittelwert von 15 bis 20 "Ehrenmorden" pro Jahr genannt. Es ist davon auszugehen, dass es eine Dunkelziffer gibt und dass nicht alle Tötungsdelikte, die einen "Ehrenmordbezug" aufweisen, als solche von den Behörden registriert bzw. in den Medien bekannt werden . In einigen Fällen werden "Ehrenmorde" von der Familie des Opfers, die auch gleichzeitig die Familie des Täters ist, als Unfall oder Selbstmord gegenüber den Behörden dargestellt. Im Jahr 2012 wurde von mindestens zehn "Ehrenmorden" an Frauen durch männliche Familienangehörige berichtet . [...]

Das komplette Gutachten zum Downloadunter "Weitere Dokumente"

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