Aktuell 13. Januar 2016

Kurzinterview mit Dani Levy

Kurzinterview mit Dani Levy

Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy

Sie sind bei der diesjährigen Berlinale Mitglied der unabhängigen Jury von Amnesty International. Warum ist es Ihnen wichtig, Amnesty auf diese Weise zu unterstützen?
Ich freue mich, diese Berlinale unter dem Aspekt Menschenrechte zu durchwandern. Ohne Amnesty sähe die Welt anders aus, wüssten wir von vielen Menschenrechtsverletzungen nichts und so finde ich es nur folgerichtig, dass es auf diesem wichtigen Festival einen Amnesty Preis gibt.

Sie werden sich im Rahmen der Juryarbeit etwa 15 unterschiedliche Menschenrechtsfilme ansehen, das Spektrum reicht von der tagesaktuellen Reportage und Dokumentation bis zum großen Spielfilm. Was erwarten Sie von einem guten Film zum Thema Menschenrechte?
Von einem guten Film erwarte ich, dass er differenziert und ohne Klischees erzählt, Figuren in ihrer Widersprüchlichkeit und menschlichen Breite zeigt, und mich moralisch nicht bevormundet. Im besten Fall bleibt der Film bis zum Ende überraschend und nicht vorhersehbar, konfrontiert mich mit unerwarteten Haltungen und erreicht mein Herz ohne mich zu manipulieren.

Gibt es einen Film zum Thema Menschenrechte, der Sie besonders beeindruckt hat?
"Einer flog übers Kuckucksnest" , "4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage", "Persepolis", Waltz with Bashir" ,"Milk", "Green Zone", "We want Sex", "Biutiful" - und besonders liebe ich Filme, die es schaffen, relevante Themen mit Humor zu erzählen: "Erin Brockovich", "Larry Flynt" oder "La Vita e Bella".

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