Keine Verschärfung der Asylpolitik!
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14. September 2015 – Bundesinnenminister Thomas de Maizière muss sich bei der Sondersitzung der Innen- und Justizminister der Europäischen Union am 14. September gegen eine Verschärfung des Asylrechts und für den Schutz von Flüchtlingen einsetzen. Dazu forderte ihn Amnesty mit einer Kundgebung vor dem Bundesinnenministerium auf.
Auf der Suche nach Schutz und einem besseren Leben erreichten seit Januar 2015 mehr als 350.000 Menschen die EU. Nahezu 2.800 Menschen starben im selben Zeitraum auf dem Mittelmeer oder erstickten auf dem Landweg in überfüllten LKW-Anhängern. Männer, Frauen und Kinder, die die gefährliche Reise überleben, werden nach ihrer Ankunft oft nur unzureichend versorgt, teilweise inhaftiert oder sogar misshandelt.
Im Vorfeld der EU-Sondersitzung der Innen- und Justizminister fordert Amnesty Innenminister Thomas de Maizière dazu auf, sich für eine menschenwürdige Aufnahme schutzbedürftiger Menschen in der EU und für legale und sichere Zugangswege einzusetzen. Die Einstufung von Ländern in "sichere Herkunftsstaaten" verstößt gegen das Recht auf individuelle Prüfung eines Asylantrags. Asyl zu suchen ist ein Menschenrecht! Außerdem setzte die Aktion ein Zeichen für eine offene und tolerante Gesellschaft in Deutschland und gegen rassistische Hetze.
Kundgebung vor dem Bundesinnenministerium
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Weitere Informationen finden Sie auf www.amnesty.de/fluechtlinge