"Ambassador of Conscience Award" an Joan Baez und Ai Weiwei
Amnesty International zeichnet die US-amerikanische Folkmusikerin Joan Baez und den chinesischen Künstler Ai Weiwei mit dem Ambassador of Conscience Award 2015 aus.
Mit dem Preis würdigt die Organisation Aktivisten und Künstler, die sich durch ein herausragendes, langjähriges Engagement für die Menschenrechte auszeichnen. Auf der feierlichen Preisverleihung am 21. Mai 2015 in Berlin wird unter anderem die Sängerin Patti Smith sprechen. Der irische Musiker und Oscar-Gewinner Glen Hansard (The Frames, The Swell Season), die britische Blues-Sängerin Jo Harman und die Pianistin Gabriela Montero werden den Abend musikalisch unterstützen. Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.
"Der Ambassador of Conscience Award ist eine Ehrung für einzigartige Menschen, die mit ihrem Talent und Engagement viele, viele andere angespornt haben, Ungerechtigkeit persönlich zu nehmen. Joan Baez und Ai Weiwei sind eine Inspiration für tausende Menschenrechtsaktivisten, in Amerika, Asien und darüber hinaus." - Salil Shetty, Internationaler Generalsekretär von Amnesty International
Vor 50 Jahren unterstützte Joan Baez den Bürgerrechtsmarsch in Alabama von Selma nach Montgomery. Sie sang auf der "Stars for Freedom"-Kundgebung, gemeinsam mit anderen Künstlern wie Harry Belafonte, Sammy Davis Jr., "Peter, Paul & Mary" und Nina Simone.
Joan Baez hat den Großteil ihres Lebens dem gewaltlosen Einsatz für Bürger- und Menschenrechte gewidmet. Sie nahm an den Bürgerrechtsmärschen von Martin Luther King teil, setzte sich gegen die Todesstrafe und Folter ein und unterstützte Kampagnen für die Rechte von Schwulen und Lesben. Anfang der 1970er Jahre half sie, Amnesty-Gruppen in der San Franzisco Bay Area aufzubauen und trat bei der "Conspiracy of Hope"-Tour zum 25-jährigen Bestehen der Organisation auf.
"Mit ihrer faszinierenden Stimme und ihrem unerschütterlichem Engagement für friedliche Proteste und Menschenrechte für alle, ist Joan Baez seit über fünf Jahrzehnten eine treibende Kraft im Kampf für eine bessere Welt." - Salil Shetty.
Ai Weiwei ist ein weltweit bekannter Künstler und Kritiker der chinesischen Regierungspolitik. Seine Arbeiten loten immer wieder die engen Grenzen aus, die Meinungsäußerung in China gesetzt sind, und thematisieren seine eigene Hafterfahrung. 2010 wurde Ai Weiwei festgenommen und von Sicherheitsbeamten geschlagen, kurz bevor er zur Verteidigung des Umweltaktivisten Tan Zuoren aussagen sollte. Gemeinsam mit Tan Zuoren hatte er die Namen von Tausenden Kindern dokumentiert, die während des Erdbebens 2008 in Sichuan gestorben waren. 2011 saß Ai Weiwei für 81 Tage ohne Anklage im Gefängnis. Ein Unternehmen, das er gegründet hatte, wurde später wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Bis heute wird der Künstler überwacht und darf China nicht verlassen. Zu seinen jüngsten Werken gehört eine Ausstellung im kalifornischen Alcatraz, die das Leid aktueller politischer Gefangener behandelt.
"Durch seine Werke erinnert uns Ai Weiwei daran, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt werden muss - nicht nur um der Gesellschaft willen, sondern auch für die Kunst und die Menschlichkeit." - Salil Shetty
Veranstaltung
Die öffentliche Preisverleihung findet am 21. Mai 2015 um 20 Uhr im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, 10719 Berlin, statt.
Tickets
Karten sind erhältlich unter www.eventim.de/art-for-amnesty
Zu den vergangenen Preisträgern des Ambassador of Conscience zählen: Vaclav Havel (2003); Mary Robinson und Hilda Morales Trujillo (2004); U2 und Paul McGuinness (2005); Nelson Mandela (2006); Peter Gabriel (2008); Daw Aung San Suu Kyi (verliehen 2009, übergeben 2012); Harry Belafonte und Malala Yousafzai (2013).