EU muss gemeinsam für Seenotrettung im Mittelmeer sorgen
09. Oktober 2014 – Anlässlich des Treffens der EU-Jusitiz- und Innenminister in Luxemburg fordern Amnesty und Human Rights Watch umfassende und gemeinsame Anstrengungen der EU, Leben im Mittelmeer zu retten. Bisher organisiert und finanziert allein Italien die Rettung von Flüchtlingen und Migranten aus Seenot. Trotz dieser Einsatzes sind im vergangenen Jahr schätzungsweise 3000 Menschen im Mittelmeer bei dem Versuch nach Europa zu gelangen gestorben. Um zu verhindern, dass Flüchtlinge in seeuntüchtige Boote steigen müssen, fordern die Organisationen von den EU-Ministern außerdem sichere Fluchtrouten zu schaffen.
Im Vorfeld der Konferenz hat sich die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Selmin Çalışkan, bereits an den deutschen Innenminister de Maizière gewandt und ihn aufgefordert, sich für sichere Fluchtwege und eine umfassende Seenotrettung im Mittelmeer einzusetzen.