Jemen muss exzessive Gewalt gegen Demonstrierende stoppen
Am 13. Februar attackierten Sicherheitskräfte die etwa 2.000 friedlich Demonstrierenden in der Hauptstadt Sana'a
© almasryonline/Khaled Abdullah
14. Februar 2011- Amnesty International verurteilt das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte in Jemen gegen die seit Tagen andauernden Demonstrationen, die im Zusammenhang mit den Protestbewegungen in Tunesien und Ägypten stehen.
Am 13. Februar attackierten Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken und laut Augenzeugenberichten ebenfalls mit Elektroschockern die etwa 2.000 friedlich Demonstrierenden in der Hauptstadt Sana’a. Auch am darauf folgenden Tag gingen die Sicherheitskräfte in Sana’a und in Ta’izz gewaltsam gegen die Protestierenden vor.
Menschenrechtsverteidiger und Anwalt Khaled al-Ansi informierte Amnesty International, dass Sicherheitskräfte ihn bei einer Demonstration in Sana’a mit Elektroschockern traktiert haben und er gehört habe, wie andere Demonstrierende "Elektrizität!" schrien, als auf sie eingeschlagen wurde.
"Wir sind entsetzt über die Berichte von gewaltsamen Angriffen der Sicherheitskräfte auf friedliche Demonstrierende. Jemen muss umgehend seine Sicherheitskräfte zügeln und die exzessive Gewaltanwendung einstellen", so Philip Luther, stellvertretender Leiter der Abteilung Naher und Mittlerer Osten und Nordafrika bei Amnesty International.
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