Friedensnobelpreis: Bestätigung für Kampf um Frauenrechte
Die erste demokratisch gewählte Präsidentin eines afrikanischen Landes und eine der Preisträgerinnen: Ellen Johnson Sirleaf
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7. Oktober 2011 - Die diesjährige Vergabe des Friedensnobelpreises ist eine Bestätigung der Arbeit von MenscherechtsaktivistInnen, die sich auf der ganzen Welt für die Rechte von Frauen einsetzen.
Das Nobelpreiskomitee hat den Preis in diesem Jahr an drei Personen vergeben, an die Präsidentin Liberias, Ellen Johnson Sirleaf, die Aktivistin Leymah Gbowee, ebenfalls aus Liberia, und die jemenitische Aktivistin Tawakkul Karman.
"Diese Auszeichnung erkennt an, was MenschenrechtsaktivistInnen schon seit Jahrzehnten wissen: Gleichberechtigung zu fördern ist die Voraussetzung, um gerechte und friedliche Gesellschaften überall auf der Welt zu errichten", so Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International.
"Die unermüdliche Arbeit der Preisträgerinnen als auch unzähliger anderer AktivistInnen bringt uns näher an eine Welt, in der die Rechte von Frauen geschützt werden und Frauen auf allen Regierungsebenen mehr Einfluss genießen."
Johnson Sirleaf ist die erste demokratisch gewählte Präsidentin eines afrikanischen Landes. Amnesty International hatte die damalige Oppositionelle während ihres Gefängnisaufenthalts 1985 als gewaltlose politische Gefangene eingestuft.
Gbowee mobilisierte Frauen über ethnische und religiöse Grenzen hinweg, um für ein Ende des Bürgerkrieges und eine Sicherstellung der Beteiligung von Frauen bei Wahlen in Liberia zu kämpfen.
Karman ist eine jemenitische Menschenrechtsaktivistin, die in den diesjährigen Protesten gegen die gegenwärtige Regierung eine tragende Rolle spielt.
"Heute werden nicht nur diese drei Frauen gefeiert, sondern jeder, der sich für die Einhaltung der Menschenrechte und Gleichberechtigung in der Gesellschaft einsetzt", sagte Salil Shetty.
"Die diesjährige Entscheidung des Komitees wird Frauen überall dazu ermutigen, weiter für ihre Rechte zu kämpfen."
Der Friedensnobelpreis wird im Zuge einer Zeremonie am 10. Dezember 2011 in Oslo feierlich übergeben.