Drohende Hinrichtung

YONG VUI KONG

YONG VUI KONG

Der junge Malaysier Yong Vui Kong befindet sich in einer Todeszelle in Singapur. Glücklicherweise wurde er 2011 nicht hingerichtet. Am 15. Januar versammelten sich seine FreundInnen und andere AktivistInnen öffentlich, um auf seinen bevorstehenden Geburtstag aufmerksam zu machen. Sie riskierten damit festgenommen zu werden. Mit der Wahl eines neuen Staatspräsidenten in Singapur besteht die Möglichkeit für eine Umwandlung des Todesurteils von Yong Vui Kong.

Appell an

STAATSPRÄSIDENT VON SINGAPUR
His Excellency Dr. Tony Tan Keng Yam
Office of the President
Orchard Road, Istana
Singapore 238823
SINGAPUR
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: istana_general_office@istana.gov.sg
Oder füllen Sie das Kommentarformular des Staatspräsidenten aus: http://www.istana.gov.sg/content/istana/feedback.html

Sende eine Kopie an

THE ONLINE CITIZEN
Community in Singapur
(ein alternatives Nachrichtenforum für Singapur)
E-Mail: theonlinecitizen@gmail.com

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SINGAPUR
S. E. Herrn Kong Seng Jacky Foo
Voßstraße 17, 10117 Berlin
Fax: 030-2263 4375
E-Mail: singemb_ber@sgmfa.gov.sg

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Englisch, Mandarin, Malaiisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 27. Februar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Bitte verhindern Sie die Hinrichtung von Yong Vui Kong.

  • Setzen Sie alle Hinrichtungen aus und treten Sie dafür ein, dass keine neuen Todesurteile verhängt werden. Dies wäre ein wichtiger Schritt in Richtung der vollständigen Abschaffung der Todesstrafe. Heben Sie bitte die Gesetze auf, die die Todesstrafe bei bestimmten Straftaten zwingend vorschreiben.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Stop the execution of Yong Vui Kong.

  • Suspend all executions and the imposition of new death sentences as a step towards total abolition of the death penalty.

  • Revoke legislation establishing mandatory death sentences.

Sachlage

Am 15. Januar 2012 versammelten sich die FreundInnen und UnterstützerInnen von Yong Vui Kong im Hong-Lim-Park in Singapur, um seinen 24. Geburtstag im Voraus zu feiern. Öffentliche Versammlungen von AktivistInnen und MenschenrechtlerInnen finden in Singapur nur selten statt. Dort sind dieRechte auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung eingeschränkt. Dennoch versammelten sich an jenem Sonntag rund 70 Menschen, um auf den bevorstehenden Geburtstag von Yong Vui Kong aufmerksam zu machen und die Umwandlung seines Todesurteils zu fordern.

Yong Vui Kong hat nur einen Geburtstagswunsch: eine zweite Chance im Leben zu bekommen, nachdem er mehr als die Hälfte seines Lebens als Erwachsener in der Todeszelle zugebracht hat. Im Juli 2011, nachdem das Berufungsgericht von Singapur eine weiteres Rechtsmittel gegen sein Todesurteil zurückgewiesen hatte, Urteils ablehnte, schrieb er:

"Wenn morgen meine letzte Nacht ist, habe ich keine andere Wahl. Ich muss mich dieser Tatsache stellen. Letztendlich war ich derjenige, der einen Fehler begangen hat und diesen habe ich bereut. Sie fragen mich, ob ich Angst habe, ich denke, ich habe sie womöglich verloren, da ich mich daran gewöhne, dem Tod ins Gesicht zu sehen, ich habe nicht vergessen, dass ich in diesen vier kurzen Jahren, dem Tod mehrmals sehr nahe war. Ich bin viele Male "gestorben" (...)".

"Ich bin so dankbar dafür, dass man mir vergeben möchte, die Tatsache, dass ich bis heute leben durfte, ist mein größtes Glück."

Yong Vui Kongs Rechtsanwalt hat Rechtsmittel gegen das gegen Yong Vui Kong verhängte Todesurteil eingelegt, indem er die Verfassungsmäßigkeit der obligatorischen Todesstrafe für Drogendelikte in Frage stellte und eine juristische Überprüfung des Begnadigungsverfahrens forderte. Im April 2011 wurde dieses Rechtsmittel jedoch zurückgewiesen und die Hinrichtung von Yong Vui Kong stand kurz bevor. Seine letzte Hoffnung ist die Begnadigung durch den Präsidenten von Singapur, die dieser nur auf Empfehlung des Kabinetts gewähren kann. Berichten zufolge hat es bei Todesurteilen seit der Unabhängigkeit Singapurs 1965 nur sechs Begnadigungen gegeben.

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

SCHREIBEN SIE BITTE E-MAILS, FAXE ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Bitte verhindern Sie die Hinrichtung von Yong Vui Kong.

  • Setzen Sie alle Hinrichtungen aus und treten Sie dafür ein, dass keine neuen Todesurteile verhängt werden. Dies wäre ein wichtiger Schritt in Richtung der vollständigen Abschaffung der Todesstrafe. Heben Sie bitte die Gesetze auf, die die Todesstrafe bei bestimmten Straftaten zwingend vorschreiben.

[APPELLE AN]

STAATSPRÄSIDENT VON SINGAPUR
His Excellency Dr. Tony Tan Keng Yam
Office of the President
Orchard Road, Istana
Singapore 238823
SINGAPUR
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: istana_general_office@istana.gov.sg
Oder füllen Sie das Kommentarformular des Staatspräsidenten aus: http://www.istana.gov.sg/content/istana/feedback.html

KOPIEN AN
THE ONLINE CITIZEN
Community in Singapur
(ein alternatives Nachrichtenforum für Singapur)
E-Mail: theonlinecitizen@gmail.com

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SINGAPUR
S. E. Herrn Kong Seng Jacky Foo
Voßstraße 17, 10117 Berlin
Fax: 030-2263 4375
E-Mail: singemb_ber@sgmfa.gov.sg

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Englisch, Mandarin, Malaiisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 27. Februar 2012 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Nach den Anti-Drogen-Gesetzen von Singapur gilt jeder, der im Besitz von mehr als 2 Gramm Heroin angetroffen wird, als Drogenhändler. Diese Regelung verstößt gegen das Recht des Beschuldigten, bis zum Beweis seiner Schuld, als unschuldig zu gelten.

Das Anti-Drogen-Gesetz des Landes schreibt die Todesstrafe für den Handel mit mehr als 30 Gramm Heroin zwingend vor. Im Jahr 2007 erklärte Philip Alston, UN-Sonderberichterstatter über außergerichtliche, summarische oder willkürliche Hinrichtungen: "Die Entscheidung des Gesetzgebers in Singapur zugunsten der obligatorischen Todesstrafe hält Richter davon ab, alle prozessrelevanten Fakten mit Blick darauf zu prüfen, ob im gegebenen Fall ein Todesurteil zulässig ist."