Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Urgent Action

Hilfe für Rakhine

  • Myanmar
UA-256/2016-2
Index:
ASA 16/5546/2017
25. Januar 2017

BEWOHNER_INNEN DES BUNDESSTAATS RAKHINE

Myanmar: © Amnesty InternationalMyanmar: © Amnesty International

Die humanitäre Hilfe wie Nahrungsmittelhilfen und Basisgesundheitsversorgung werden trotz einiger fortgesetzter Einschränkungen im nördlich gelegenen Bundesstaat Rakhine langsam wieder aufgenommen. Laut des UN-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben zwischen dem 13. und 20. Januar über 16.000 Menschen im Norden von Maungdaw wieder Nahrungsmittelunterstützung und Ernährungsberatung erhalten.

Die langsame Wiederaufnahme humanitärer Leistungen beginnt Monate, nachdem die Behörden in Myanmar eine große Sicherheitsoperation begonnen haben, mit der sie auf Angriffe mutmaßlicher bewaffneter Rohingya gegen Grenzposten der Polizei am 9. Oktober 2016 reagierten. Die Behörden von Myanmar stellten alle humanitären Operationen im nördlichen Bundesstaat Rakhine ein. Davon waren 150.000 Menschen betroffen, die bis dahin auf diese Unterstützung angewiesen waren. Die Mehrheit der Betroffenen gehört zu der ethnischen Minderheit der Rohingya, darunter auch Tausende jüngst vertriebener Menschen.

UN-OCHA schätzt, dass 21.000 Menschen im nördlichen Bundesstaat Rakhine vertrieben worden sind, weitere 66.000 sind aus dem benachbarten Bangladesch nach Myanmar geflohen. Amnesty International wird die Situation weiter genau beobachten.

Trotz des Fortschritts beim Zugang zu humanitärer Hilfe im nördlichen Bundesstaat Rakhine werden weiterhin Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Für weitere Informationen siehe den englischsprachigen Bericht Myanmar: Torture fears for hundreds Rohingya detained (ASA 16/5463/2017) https://www.amnesty.org/en/documents/asa16/5463/2017/en/

Weitere Aktionen des Eilaktionsnetzes sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.