Soldaten droht Folter

Einer der zwölf Soldaten, die in Guinea ohne Anklage festgehaltenen werden, wurde freigelassen. Die anderen elf werden weiterhin ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Ihnen drohen Folter und andere Misshandlungen.

Sende eine Kopie an:

BOTSCHAFT DER REPUBLIK GUINEA
Herrn Mohamed Lamine Kaba
Geschäftsträger a.i. (I. Botschaftsrat)
Jägerstraße 67-69
10117 Berlin
Fax: 030-200 743 333
E-Mail: berlin@ambaguinee.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 29. September 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE

  • auf die sofortige Freilassung der elf noch inhaftierten Soldaten drängen, sofern sie nicht einer als Straftat erkennbaren Handlung angeklagt werden, und fordern, dass ihnen während der Inhaftierung der Zugang zu Angehörigen, RechtsanwältInnen und eventuell notwendiger medizinischer Versorgung garantiert wird;

  • Ihre Besorgnis darüber äußern, dass die Männer keinen Kontakt zur Außenwelt haben und in eine inoffizielle Hafteinrichtung gebracht wurden, wo bereits zuvor schon Personen gefoltert und in anderer Weise misshandelt wurden;

  • eine Garantie fordern, dass die Soldaten weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt werden.

Sachlage

Der Hauptmann Ibrahima Sory Bangourah wurde am 16. August 2009 nach mehr als sieben Monaten ohne Anklage aus der Haft entlassen. Er befindet sich wieder bei seiner Familie in der Hauptstadt Conakry.

Ibrahima Sory Bangourah war einer der zwölf Männer, die im Januar 2009 nach einem Militärputsch von Soldaten festgenommen worden waren. Offenbar unterstützten alle zwölf Festgenommen den ehemaligen, inzwischen verstorbenen Präsidenten Lansanna Conté. Die anderen elf Soldaten wurden am 2. August an einen anderen Haftort auf der Insel Kassa im Westen von Conakry gebracht. Dort werden sie seither ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten. Einige Angehörige der Inhaftierten brachten Pakete mit Lebensmitteln zur Insel, es ist jedoch nicht bekannt, ob diese an die inhaftierten Männer weitergegeben wurden.

Örtlichen Quellen zufolge trugen die Männer nur Unterwäsche und waren an den Händen gefesselt, als sie abtransportiert wurden. Der Ort, an dem sich die Betroffenen derzeit befinden, ist keine offizielle Hafteinrichtung. Amnesty International liegen verschiedene Berichte über Folter und Misshandlungen von Menschen vor, die dort mehrere Monate ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten wurden.

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

SCHREIBEN SIE BITTE LUFTPOSTBRIEFE, IN DENEN SIE

  • auf die sofortige Freilassung der elf noch inhaftierten Soldaten drängen, sofern sie nicht einer als Straftat erkennbaren Handlung angeklagt werden, und fordern, dass ihnen während der Inhaftierung der Zugang zu Angehörigen, RechtsanwältInnen und eventuell notwendiger medizinischer Versorgung garantiert wird;

  • Ihre Besorgnis darüber äußern, dass die Männer keinen Kontakt zur Außenwelt haben und in eine inoffizielle Hafteinrichtung gebracht wurden, wo bereits zuvor schon Personen gefoltert und in anderer Weise misshandelt wurden;

  • eine Garantie fordern, dass die Soldaten weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt werden.

[APPELLE AN ]

MINISTER FÜR SICHERHEIT UND ZIVILSCHUTZ
General Mamadouba Toto Camara
Minister of Security and Civilian Protection
Ministry of Security and Civilian Protection
P.O. Box 5075
Conakry
GUINEA
(korrekte Anrede: Dear Minister/Monsieur le Ministre)

VERTEIDIGUNGSMINISTER
General Sekouba Konate
Minister of Defence
Ministry of Defence
Conakry
GUINEA
(korrekte Anrede: Dear Minister/Monsieur le Ministre)

JUSTIZMINISTER
Colonel Siba Lohalamou
Minister of Justice and Keeper of the Seals
Ministry of Justice
P.O. Box 564
Conakry
GUINEA
(korrekte Anrede: Dear Minister/Monsieur le Ministre)

KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER REPUBLIK GUINEA
Herrn Mohamed Lamine Kaba
Geschäftsträger a.i. (I. Botschaftsrat)
Jägerstraße 67-69
10117 Berlin
Fax: 030-200 743 333
E-Mail: berlin@ambaguinee.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 29. September 2009 keine Appelle mehr zu verschicken.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY IN FRENCH OR YOUR OWN LANGUAGE:

  • Urging the authorities to release the 11 soldiers immediately if they are not to be charged with a recognizably criminal offence, and, while they are in custody, allow them access to their families, lawyers and any medical treatment they may require;

  • Expressing concern that the men are held incommunicado in an unlawful place of detention, where others are known to have been tortured;

  • Calling on them to guarantee that the 11 men are not tortured or otherwise ill-treated.

Schlagworte

Guinea Urgent Action