Journalisten freigelassen
Ergebnis dieser Urgent Action
Fünf Medienschaffende der Zeitung Unity sind am 17. April aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem der Präsident sie begnadigt hatte.
Der Filmemacher Min Htin Ko Ko Gyi
© UN
Fünf Medienschaffende der Zeitung Unity sind am 17. April aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem der Präsident sie begnadigt hatte.
Sachlage
Die Journalisten Lu Maw Naing, Yarzar Oo, Paing Thet Kyaw und Sithu Soe sowie der Geschäftsführer der Zeitung Unity Tint San wurden am 17. April aus dem Gefängnis von Pakokku in der Region Magwe entlassen. Ihre Freilassung erfolgte im Zuge einer Begnadigung von 83 Gefangenen durch den Präsidenten, darunter auch gewaltlose politische Gefangene, für die sich Amnesty International eingesetzt hat.
Die Medienschaffenden waren am 31. Januar bzw. 1. Februar 2014 festgenommen worden, nachdem die Zeitung Unity am 25. Januar 2014 einen Artikel über eine mutmaßliche geheime Chemiewaffenfabrik in der Gemeinde Pauk im Pakkoku-Distrikt der Region Magwe veröffentlicht hatte. Sie wurden unter Artikel 3(1) A/9 des myanmarischen Gesetzes über Staatsgeheimnisse wegen "Offenlegung von Staatsgeheimnissen, widerrechtlichen Betretens des Sperrgebiets der Fabrik, Fotografierens und Beihilfe zu einer Straftat" angeklagt. Die am 10. Juli 2014 gegen sie verhängten Strafen von jeweils zehn Jahren Haft und Zwangsarbeit wurden später in einem Rechtsmittelverfahren auf sieben Jahre Haft und Zwangsarbeit reduziert.
Amnesty International begrüßt die Freilassung der fünf Medienschaffenden, ist jedoch der Ansicht, dass sie nie hätten inhaftiert werden dürfen.
Es sind keine weiteren Aktionen des Eilaktionsnetzes erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.