Migrantin getötet

Häufig werden Migranten in Mexiko Opfer krimineller Banden

Häufig werden Migranten in Mexiko Opfer krimineller Banden

In der Nähe der Migrantenherberge San Juan Diego in Lechería im mexikanischen Bundesstaat México wurde die Leiche einer Migrantin aus Honduras gefunden. Amnesty International ist in großer Sorge um die Sicherheit der MigrantInnen, die sich in diesem Gebiet aufhalten.

Appell an

INNENMINISTER
Lic. José Francisco Blake Mora
Secretaría de Gobernación
Bucareli 99, 1er. piso
Col. Juárez, Delegación Cuauhtémoc
México D.F., C.P.06600
MEXIKO (korrekte Anrede: Dear Minister/Estimado Señor Secretario/ Sehr geehrter Herr Innenminister)
Fax: (00 52) 55 5093 3414
E-Mail: secretario@segob.gob.mx

GOUVERNEUR DES BUNDESSTAATES MÉXICO
Enrique Peña Nieto
Lerdo Poniente Numero 300
Primer Piso, Puerta 216,
Palacio Del Poder Ejecutivo,
Colonia Centro, CP 50000
Toluca, Estado de México
MEXIKO (korrekte Anrede: Dear Governor/Estimado Gobernador/Sehr geehrter Gouverneur)
Fax: (00 52) 72 2276 0046
E-Mail: cnm@gem.gob.mx

Sende eine Kopie an

BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
S.E. Herrn Francisco N. González Díaz
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 28. November 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.

Amnesty fordert:

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE, E-MAILS UND LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie eindringlich auf, unverzüglich eine gründliche und unparteiische Untersuchung der Tötung von Maria Marisol Ortiz Hernández und Julio Fernando Cardona Agustín einzuleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

  • Ich bin sehr besorgt um die Sicherheit von Männern, Frauen und Kindern während ihrer Durchreise durch Lechería.

  • Ich möchte Sie bitten, in Absprache mit den Betroffenen umgehend Maßnahmen zum Schutz der Angestellten, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und BewohnerInnen der Migrantenherberge San Juan Diego zu ergreifen.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Call for a full, prompt and impartial investigation into the murders of María Marisol Ortiz Hernández and Julio Fernando Cardona Agustín and for those responsible to be brought to justice.

  • Express concern for the safety of migrants, particularly women and children, travelling through Lecheria, Mexico state.

  • Call for immediate protection measures for staff, volunteers and migrants at the San Juan Diego migrants’ shelter, to be implemented in accordance with their wishes,.

Sachlage

Am 30. September hielten sich María Marisol Ortiz Hernández und ihr Sohn für kurze Zeit in der Migrantenherberge San Juan Diego auf. Sie verließen die Unterkunft wieder, kehrten aber tags darauf erneut dorthin zurück. Dem Priester, der die Migrantenherberge betreibt, berichete María Marisol Ortiz Hernández, sie versuche, nach Honduras zurückzukehren und sich dort wieder anzusiedeln. Das mexikanische Amt für Migration hatte ihr nur eine befristete Aufenthaltsgenehmigung für Mexiko erteilt. Zwei Wochen später wurde die Leiche von María Marisol Ortiz Hernández neben den Gleisen an der durch Lechería führenden Bahnstrecke entdeckt. Die Honduranerin wies Verletzungen auf, die darauf hindeuten, dass sie erwürgt worden ist.

Die Leiche von María Marisol Ortiz Hernández wurde nahe der Stelle entdeckt, an der bereits im August der aus Guatemala stammende Migrant Julio Fernando Cardona Agustín tot aufgefunden worden war. Nach Auskunft von ZeugInnen wies dessen Leichnam Verletzungen auf, die vermuten lassen, dass er mit Schlägen gegen den Kopf getötet worden war.

Amnesty International geht davon aus, dass kriminelle Banden MigrantInnen auf ihrer Reise durch Lecheria ausrauben, ohne strafrechtliche Schritte befürchten zu müssen. Bislang haben die Behörden keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um das verbrecherische Treiben der Banden zu unterbinden und den Schutz von MigrantInnen zu verbessern.

[EMPFOHLENE AKTIONEN]

SCHREIBEN SIE BITTE FAXE, E-MAILS UND LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie eindringlich auf, unverzüglich eine gründliche und unparteiische Untersuchung der Tötung von Maria Marisol Ortiz Hernández und Julio Fernando Cardona Agustín einzuleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

  • Ich bin sehr besorgt um die Sicherheit von Männern, Frauen und Kindern während ihrer Durchreise durch Lechería.

  • Ich möchte Sie bitten, in Absprache mit den Betroffenen umgehend Maßnahmen zum Schutz der Angestellten, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und BewohnerInnen der Migrantenherberge San Juan Diego zu ergreifen.

[APPELLE AN]

INNENMINISTER
Lic. José Francisco Blake Mora
Secretaría de Gobernación
Bucareli 99, 1er. piso
Col. Juárez, Delegación Cuauhtémoc
México D.F., C.P.06600
MEXIKO (korrekte Anrede: Dear Minister/Estimado Señor Secretario/ Sehr geehrter Herr Innenminister)
Fax: (00 52) 55 5093 3414
E-Mail: secretario@segob.gob.mx

GOUVERNEUR DES BUNDESSTAATES MÉXICO
Enrique Peña Nieto
Lerdo Poniente Numero 300
Primer Piso, Puerta 216,
Palacio Del Poder Ejecutivo,
Colonia Centro, CP 50000
Toluca, Estado de México
MEXIKO (korrekte Anrede: Dear Governor/Estimado Gobernador/Sehr geehrter Gouverneur)
Fax: (00 52) 72 2276 0046
E-Mail: cnm@gem.gob.mx

KOPIEN AN
BOTSCHAFT DER VEREINIGTEN MEXIKANISCHEN STAATEN
S.E. Herrn Francisco N. González Díaz
Klingelhöferstraße 3
10785 Berlin
Fax: 030-26 93 23-700
E-Mail: mail@mexale.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 28. November 2011 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformation

Hintergrund

Jedes Jahr versuchen hunderttausende Menschen ohne Visum aus mittel- und südamerikanischen Ländern, über Mexiko in die USA zu gelangen. Sie haben in Mexiko keinen regulären Aufenthaltsstatus. Viele von ihnen werden von den mexikanischen Einwanderungsbehörden inhaftiert und in ihre Heimatländer zurückgeführt. Eine Delegation von Amnesty International hat Mexiko kürzlich bereist, um Berichte über Menschenrechtsverletzungen an dieser Personengruppe zu prüfen. Bei dem Besuch fand Amnesty International heraus, dass viele MigrantInnen von Banden verschleppt werden und dies manchmal in Mittäterschaft mit lokalen BehördenvertreterInnen geschieht. Die Straflosigkeit bei Menschenrechtsverletzungen an den in besonderem Maße rechtlosen MigrantInnen haben zu einem Anstieg dieser Verbrechen geführt, obwohl sich die Regierung verpflichtet hat, die Rechte von MigrantInnen zu schützen.

Die schwierige Situation der zentralamerikanischen MigrantInnen auf ihrem Weg durch Mexiko dokumentiert Amnesty International in dem Film "The Invisibles": https://www.amnesty.de/2010/11/8/invisibles-migranten-mexiko.