Kultur 31. Januar 2014

Das Amnesty Journal wird zum Kunstwerk

Titelseite der Februar/März-Ausgabe wurde von Rosemarie Trockel gestaltet/Schwerpunkthema ist sexuelle Identität
"Self Inspection" und "Sixteen Candles" von Rosemarie Trockel im Journal

"Self Inspection" und "Sixteen Candles" von Rosemarie Trockel im Journal

Das Amnesty Journal wird zum Kunstwerk: die Künstlerin Rosemarie Trockel hat die Titelseite der Februar/März-Ausgabe gestaltet, die ab Samstag am Kiosk erhältlich ist.

Rosemarie Trockel gilt als eine der bedeutendsten Frauen im globalen Kunstbetrieb. Ihre „Strickbilder“ aus Wolle machten sie in den 1980er Jahren international bekannt. Auf der Documenta X sorgte ihr „Haus für Schweine und Menschen“ 1997 für großes Aufsehen. Der „Kunstkompass“, eine in Deutschland jährlich ermittelte Rangliste der weltweit gefragtesten Künstler der Gegenwart, zählt Rosemarie Trockel zu den drei einflussreichsten Künstlern. Ihr Gesamtwerk umfasst Zeichnungen, Fotografien, Videos, Skulpturen und Installationen.

Die Titel-Gestaltung des Amnesty Journals lag damit zum ersten Mal in der Hand einer renommierten Künstlerin. Und das ist nicht die einzige Premiere: Das Menschenrechtsmagazin erscheint erstmals mit zwei unterschiedlichen Titelseiten. Trockel hat für das Amnesty Journal exklusiv zwei Titelmotive gestaltet, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Schwerpunktthema des Heftes auseinandersetzen: die eigene sexuelle Identität und das Recht, diese auch leben zu können. Für dieses Menschenrecht setzt sich Amnesty International weltweit ein.

„Egal ob schwul, lesbisch, bi oder hetero: Jeder Mensch hat das Recht, frei über seine Sexualität zu entscheiden. Doch weltweit werden noch immer Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität verfolgt“, sagt Rosemarie Trockel. „In vielen Staaten müssen Homosexuelle, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle fürchten, zu langen Haftstrafen verurteilt zu werden. In einigen Ländern droht ihnen gar die Todesstrafe. Amnesty kämpft gegen dieses Unrecht an. Deswegen unterstütze ich die Menschenrechtsorganisation mit meiner künstlerischen Arbeit.“

Die beiden Motive mit den Titeln „Self Inspection“ und „Sixteen Candles“ werden als limitierte und von der Künstlerin signierte Grafikedition herausgegeben. Die Verkaufserlöse gehen vollständig an Amnesty International.

Das Journal gibt es im Abonnement sowie an Bahnhöfen und Flughäfen zu kaufen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.

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