Erfolg Aserbaidschan 18. Juli 2011

Einsatz mit Erfolg

Abel Barrera aus Mexiko, Menschenrechtsreisträger 2011.

Der Einsatz für die Menschenrechte ist nicht umsonst. Das zeigen jüngste Erfolge aus Mexiko, Aserbaidschan und China, zu denen wir Dankesbriefe von Menschen erhalten haben, für die sich Amnesty eingesetzt hat. Ihre Spende hilft mit, uns täglich für bedrohte Menschen einzusetzen, kontinuierlich ihre Schicksale zu verfolgen und so verhindern zu können, dass sie vergessen werden!

Gesine Gernand arbeitet in der Abteilung Kampagnen und Kommunikation von Amnesty International in Deutschland. Seit 2001 ist sie zuständig für Spendengewinnung und die Betreuung von Unterstützern (mehr über Spenden an Amnesty).

 

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer, viele von Ihnen haben die Arbeit des Menschenrechtsverteidigers Abel Barrera Hernández und seiner MitarbeiterInnen von „Tlachinollan" in Mexiko unterstützt – mit einer Petitionsunterschrift oder einer Spende. Vor wenigen Tagen erreichte uns ein berührendes Dankschreiben von Abel Barrera, dessen Botschaft wir gerne mit Ihnen teilen möchten:

"Mit Amnesty International teile ich einen Traum. Den Traum, dass wir uns gemeinsam für die vergessenen indigenen Völker einsetzen. Bis heute kann ich die große Herzlichkeit und Wertschätzung nicht fassen, die ihr unserer Arbeit in „La Montaña" in Guerrero entgegenbringt. Dass ich euch besuchen konnte, eure Warmherzigkeit und euer Engagement für die Menschenrechte spüren durfte, das hat mein Selbstverständnis als Menschenrechtsverteidiger für immer gestärkt. Ihr habt einen Platz in unserem Herzen. Wir feiern in Erinnerung an eure Großzügigkeit und lassen dabei alle an dem Traum teilhaben, den ihr mir ermöglicht habt."

 

Amnesty hatte die Arbeit des Menschenrechtszentrums „Tlachinollan" in diesem Jahr mit dem mit 10.000 Euro dotierten Menschenrechtspreis sowie mit Forderungen an die mexikanische Regierung unterstützt. Die Petition "Stoppt die Gewalt in Mexiko!" haben allein online bisher über 8.000 Menschen unterzeichnet.

Es sind ergreifende Worte wie die von Abel Barrera, die zeigen: Unser gemeinsamer Einsatz für die Menschenrechte machen einen Unterschied! Unsere Arbeit zeigt Wirkung! Hier ein weiteres Beispiel: Der aserbaidschanische Zeitungsredakteur Eynulla Fatullayew kam am 26. Mai 2011 nach über vier Jahren Haft frei. Er war 2007 in zwei Gerichtsverfahren zu insgesamt elf Jahren Haft verurteilt worden. Amnesty betrachtete ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen.

Eynulla Fatullayew, Zeitungsredakteur in Aserbaidschan.

Nach seiner Freilassung bedankte sich Eynulla Fatullayew auch bei Amnesty:

"Ich stand zwischen Leben und Tod. Täglich war ich mit dem Bösen konfrontiert. Und dafür gab es nur einen Grund: Ich wollte meine Ansichten über die korrupten Diebe zum Ausdruck bringen, die die Zukunft meines Landes ruinieren. Aber da gab es euch, meine Freunde und Retter von Amnesty, ihr habt die Flamme der Hoffnung am Leben erhalten. Von euch habe ich an den abgelegensten Haftorten Schreiben erhalten. Dies hat meiner Seele Trost gespendet, mir Hoffnung gegeben und mir aus unendlicher Verzweiflung geholfen."

 

Wir freuen uns auch über die Freilassung von Ai Weiwei und seinen MitarbeiterInnen, für die wir uns auch mit Ihrer Unterstützung eingesetzt haben. Über 11.000 haben die Onlinepetition für Ai Weiwei unterzeichnet!

Der chinesische Künstler Ai Weiwei war an unbekanntem Ort in China inhaftiert, wie auch seine MitarbeiterInnen.

Grund zum Aufatmen gibt es jedoch nicht. Denn aus Angst vor einer "Jasminrevolution" verhaften die chinesischen Behörden weiterhin Regimekritiker und Menschenrechtsaktivisten. Seit Februar sind mindestens 130 RechtsanwältInnen, BloggerInnen und andere NetzaktivistInnen inhaftiert, drangsaliert oder in ihren eigenen Wohnungen eingesperrt worden. Einige gelten seitdem als "verschwunden".

Mit Hilfe Ihrer Spende kann sichergestellt werden, dass wir in China und anderen Krisengebieten kontinuierlich die Menschenrechtslage im Blick haben. Ihre Spende hilft mit, uns täglich für bedrohte Menschen einzusetzen, kontinuierlich ihre Schicksale zu verfolgen und so verhindern zu können, dass sie vergessen werden.

Spenden Sie jetzt online: https://www.amnesty.de/spendentool

Vielen Dank!

Aus Gründen der Unabhängigkeit nimmt Amnesty keine staatlichen Mittel an. Nur so ist unabhängige Recherche möglich.

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