Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Mit Menschenrechten gegen Armut

Forderungen von Amnesty International

Amnesty International setzt sich für die Rechte von Slumbewohnern und anderen von rechtswidrigen Zwangsräumungen oder Landvertreibungen betroffene Menschen ein. Die Organisation wendet sich an die verantwortlichen Regierungen und Unternehmen, protestiert gegen das Unrecht, gibt Menschen in Armut eine Stimme und fordert konkrete Verbesserungen. Die Forderungen im Detail:

Rechtswidrige Zwangsräumungen beenden!

Staaten müssen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um rechtswidrige Zwangsräumungen zu verhindern und zu verbieten. Dazu zählt auch die Verabschiedung entsprechender Gesetze in Übereinstimmung mit internationalen Menschenrechtsstandards.

Gleiche Rechte für Slumbewohner

Staaten müssen gegen die direkte und indirekte Diskriminierung von Slumbewohnern vorgehen. Die Regierungen müssen sicherstellen, dass Slumbewohner in gleicher Weise Zugang zu Wasser, sanitärer Grundversorgung, zu Gesundheitsdiensten, Wohnraum, Bildung und zu einer rechtsstaatlich arbeitenden Polizei haben wie andere Bürger.

Aktive Beteiligung von Slumbewohnern an allen Plänen und Projekten zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in Slums

Staaten müssen die Unterdrückung von Slumbewohnern und anderen, die sich für deren Rechte engagieren, beenden. Stattdessen müssen sie wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Bewohner an der Planung von Projekten zu beteiligen, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf ihr Leben haben. Alle Stadtentwicklungs- und Wohnungsbauprojekte, die der Verbesserung der Lebensverhältnisse in Slums dienen sollen, müssen im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards stehen, insbesondere mit dem Recht auf angemessene Unterkunft.

Sie erhalten aktuelle Eilaktionen und weitere Aktionsaufrufe und können sich so konkret und schnell für Menschen, die von einer Zwangsräumung bedroht sind, einsetzen. Registrieren Sie sich einfach über die Kampagnenseite bei "Mein Amnesty"; oder aktivieren Sie die Kampagnen "Wohnen. In Würde" wenn Sie schon einen Zugang zu "Mein Amnesty" haben.