Amnesty Report Kenia 01. Oktober 2009

Forderungen von Amnesty International

Amnesty International setzt sich für die Rechte von Slumbewohnern und anderen von rechtswidrigen Zwangsräumungen oder Landvertreibungen betroffene Menschen ein. Die Organisation wendet sich an die verantwortlichen Regierungen und Unternehmen, protestiert gegen das Unrecht, gibt Menschen in Armut eine Stimme und fordert konkrete Verbesserungen. Die Forderungen im Detail:

Rechtswidrige Zwangsräumungen beenden!

Staaten müssen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um rechtswidrige Zwangsräumungen zu verhindern und zu verbieten. Dazu zählt auch die Verabschiedung entsprechender Gesetze in Übereinstimmung mit internationalen Menschenrechtsstandards.

Gleiche Rechte für Slumbewohner

Staaten müssen gegen die direkte und indirekte Diskriminierung von Slumbewohnern vorgehen. Die Regierungen müssen sicherstellen, dass Slumbewohner in gleicher Weise Zugang zu Wasser, sanitärer Grundversorgung, zu Gesundheitsdiensten, Wohnraum, Bildung und zu einer rechtsstaatlich arbeitenden Polizei haben wie andere Bürger.

Aktive Beteiligung von Slumbewohnern an allen Plänen und Projekten zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in Slums

Staaten müssen die Unterdrückung von Slumbewohnern und anderen, die sich für deren Rechte engagieren, beenden. Stattdessen müssen sie wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Bewohner an der Planung von Projekten zu beteiligen, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf ihr Leben haben. Alle Stadtentwicklungs- und Wohnungsbauprojekte, die der Verbesserung der Lebensverhältnisse in Slums dienen sollen, müssen im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards stehen, insbesondere mit dem Recht auf angemessene Unterkunft.

Sagen auch Sie: STOPPT ZWANGSRÄUMUNGEN! Beteiligen Sie sich jetzt an unserem Aktionsnetz.

Sie erhalten aktuelle Eilaktionen und weitere Aktionsaufrufe und können sich so konkret und schnell für Menschen, die von einer Zwangsräumung bedroht sind, einsetzen. Registrieren Sie sich einfach über die Kampagnenseite bei "Mein Amnesty"; oder aktivieren Sie die Kampagnen "Wohnen. In Würde" wenn Sie schon einen Zugang zu "Mein Amnesty" haben.

Mehr dazu

Amnesty Journal 06/07 2017 Tunesien

Datteln nationaler Einheit

Ein Oasendorf im Süden Tunesiens versucht, seinen ­Einwohnern ein Auskommen zu bieten - unbürokratisch, basisdemokratisch und ohne staatliche Unterstützung. Doch nun will die Regierung im fernen Tunis den ­aufmüpfigen Dattelbauern das Handwerk legen.
Amnesty Journal 06/07 2017 Marokko

Kunst kann Leben retten

Der Autor Mahi Binebine engagiert sich zusammen mit dem Regisseur Nabil Ayouch für kulturelle Angebote in marokkanischen Slums. Ein Besuch im Kulturzentrum "Les Étoiles de Sidi Moumen" in Casablanca.
Amnesty Report Südafrika

Südafrika 2017

Die Polizei ging 2016 mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen Protestierende vor. Berichten zufolge waren Personen in Polizeigewahrsam weiterhin Folter, einschließlich Vergewaltigung, und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Rassistische und gewaltsame Angriffe auf Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten führten weiterhin dazu, dass Menschen getötet, verletzt und vertrieben wurden. Die Ungleichbehandlu...
Amnesty Report Spanien

Spanien 2017

Auch 2016 wurde der Vorwurf der "Terrorismusverherrlichung" zur strafrechtlichen Verfolgung von Personen benutzt, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung friedlich ausübten. Nach wie vor gab es Berichte über Folter und andere Misshandlungen, exzessive Anwendung von Gewalt und Kollektivabschiebungen durch die Polizei, insbesondere gegen bzw. von Personen, die ohne offizielle Erlaubnis von Marokko...
Amnesty Report Somalia

Somalia 2017

In Süd- und Zentralsomalia dauerte der bewaffnete Konflikt zwischen Regierungstruppen und der Friedensmission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) auf der einen und der bewaffneten Gruppe Al-Shabab auf der anderen Seite auch im Jahr 2016 an. Es gelang den Regierungstruppen und der AMISOM, die Kontrolle über die von ihnen eroberten Gebiete in Süd- und Zentralsomalia zu behaupten. Mehr als 50...
Amnesty Report Simbabwe

Simbabwe 2017

Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger mobilisierten sich, um die Regierung für die zunehmende Korruption, Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit zur Verantwortung zu ziehen. Angesichts der immer größer werdenden Protestbewegung gingen die Behörden noch härter gegen Regierungskritiker vor. Sie verhängten allgemeine Demonstrationsverbote für das Zentrum der Hauptstadt Harare und nahmen Journali...
Amnesty Report Serbien

Serbien (einschließlich Kosovo) 2017

Regierungsnahe Medien verleumdeten 2016 weiterhin unabhängige Journalisten und Menschenrechtsverteidiger sowie das Amt der Ombudsperson. Die strafrechtliche Verfolgung völkerrechtlicher Verbrechen, die während des bewaffneten Konflikts in den 1990er Jahren verübt worden waren, kam weiterhin nicht voran. In Belgrad gab es mehrere rechtswidrige Zwangsräumungen. Flüchtlinge und Migranten, die sich in...
Amnesty Report Sierra Leone

Sierra Leone 2017

Sierra Leone erklärte sich bereit, mehrere internationale Menschenrechtsverträge zu ratifizieren, lehnte jedoch eine Reihe von Empfehlungen ab, die der UN-Menschenrechtsrat im Rahmen der Allgemeinen Regelmäßigen Überprüfung 2016 ausgesprochen hatte. Die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit waren nach wie vor unberechtigten Einschränkungen unterworfen. Gewalt gegen Frauen un...
Amnesty Report Rumänien

Rumänien 2017

Roma waren weiterhin systematischer Diskriminierung, rechtswidrigen Zwangsräumungen und anderen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Im September 2016 trat das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt in Kraft. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) fand eine öffentliche Anhörung zum Fall eines saudi-arabischen St...