Benin 2011
Amtliche Bezeichnung: Republik Benin Staats- und Regierungschef: Thomas Boni Yayi Todesstrafe: in der Praxis abgeschafft Einwohner: 9,2 Mio. Lebenserwartung: 62,3 Jahre Kindersterblichkeit (m/w): 123/118 pro 1000 Lebendgeburten Alphabetisierungsrate: 40,8%
Die Rechte auf freie Meinungsäußerung und auf Versammlungsfreiheit waren 2010 eingeschränkt. Mindestens eine Person wurde zum Tode verurteilt. Die Bedingungen in den Gefängnissen waren nach wie vor sehr hart, da die Hafteinrichtungen überfüllt waren.
Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit
Im Oktober 2010 verbot das Innenministerium alle Demonstrationen, die Auskunft über den Verbleib von Pierre Urbain Dangnivo forderten. Der Beamte des Finanzministeriums war im August "verschwunden". Mutmaßungen, wonach Regierungsvertreter an seinem "Verschwinden" beteiligt gewesen sein könnten, führten zu Protesten seitens der Presse, der Zivilgesellschaft und oppositioneller Parteien. Einer offiziellen Untersuchung gelang es bis zum Jahresende nicht, das Schicksal von Pierre Urbain Dangnivo aufzuklären. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppierungen, darunter auch Gewerkschaften, kritisierten die Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Todesstrafe
Im Mai 2010 wurde Susanne Lanmanchion von einem Gericht in Abomey wegen Mordes an ihrer Mutter in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
Haftbedingungen
Die Gefängnisse waren nach wie vor überfüllt. Im Gefängnis der Hauptstadt Cotonou waren sechsmal so viele Menschen untergebracht wie das Gefängnis eigentlich fassen kann. Die Haftbedingungen waren dadurch sehr hart. Von den 2500 Inhaftierten befanden sich 80% in Untersuchungshaft.