Amnesty Report St. Kitts und Nevis 12. Mai 2009

St. Kitts und Nevis 2009

 

Amtliche Bezeichnung: Föderation St. Kitts und Nevis Staatsoberhaupt: Königin Elizabeth II., vertreten durch Generalgouverneur Sir Cuthbert Montraville Sebastian Regierungschef: Denzil L. Douglas Todesstrafe: nicht abgeschafft Lebenserwartung: 70 Jahre Alphabetisierungsrate: 97,8%

Das Hinrichtungsmoratorium endete, im Dezember wurde ein Mann hingerichtet.

Todesstrafe

[Todesstrafe]

Nach einem zehnjährigen Hinrichtungsmoratorium wurde 2008 ein Todesurteil vollstreckt. Charles Elroy Laplace wurde am 19. Dezember gehängt. Er war am 30. März 2006 wegen des Mordes an seiner Frau im Jahr 2004 zum Tode verurteilt worden. Laut einer Erklärung des Premierministers wies das Berufungsgericht am 29. Oktober 2008 ein Rechtsmittel zurück, da es zu spät eingereicht worden war. Es kam Sorge darüber auf, ob alle Rechtsmittel zufriedenstellend ausgeschöpft worden waren und ob das Recht des Gefangenen, eine Amnestie, ein Gnadengesuch oder eine Umwandlung des Urteils zu beantragen, respektiert worden war.

Als der Premierminister die Hinrichtung vor der Nationalversammlung verkündete, definierte er die Todesstrafe als »Abschreckung für die Bevölkerung«. Die Unterstützung der Bevölkerung bezüglich der Wiederaufnahme von Hinrichtungen stieg in Reaktion auf eine Zunahme der Gewaltverbrechen.

Presseberichten zufolge befanden sich 2008 acht Gefangene in Todeszellen.

Im Dezember stimmte St. Kitts und Nevis gegen die Resolution der UN-Generalversammlung für ein weltweites Hinrichtungsmoratorium.

Amnesty International: Bericht St. Kitts and Nevis: Execution is a shameless act (AMR 59/001/2008)

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