Ergebnisse

Filter ein-/ausblendenFilter ausblenden
?
Meine Filter: Venezuela Mehr › ‹ Weniger
228 Ergebnisse

Venezuela

Das Foto zeigt eine Menschenmenge, die demonstrierend durch eine Straße zieht.

Tausende Menschen protestieren in Venezuelas Hauptstadt Caracas gegen Präsident Maduro, nachdem dieser zum Wahlsieger erklärt wurde (30. Juli 2024).

Das Wichtigste zur aktuellen Lage in Venezuela

In der Nacht zum 3. Januar 2026 hat sich die Situation in Venezuela dramatisch zugespitzt. Ein US-Militärschlag und die Festnahme von Nicolás Maduro haben das Land erschüttert – doch für die Bevölkerung bedeutet dies keine Entwarnung. 

Amnesty International blickt mit großer Sorge auf die Gewalteskalation und die Gefahr für die Zivilbevölkerung. Trotz des Machtwechsels bleibt die Menschenrechtslage katastrophal: 

  • Völkerrechtswidrige Intervention: Wir verurteilen den militärischen Angriff der USA und die Gefährdung von Zivilist*innen als höchstwahrscheinlich völkerrechtswidrig. 

  • Fortgesetzte Repression: Auch unter Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hält die Politik der Unterdrückung an. Der Ausnahmezustand wurde verhängt, Demonstrationen verboten und Sicherheitskräfte gehen weiterhin brutal gegen Andersdenkende vor. 

  • Kein Schutz in Sicht: Während über acht Millionen Menschen aus Venezuela geflohen sind, finden aus Deutschland weiterhin Abschiebungen statt – trotz Foltergefahr und willkürlicher Inhaftierungen im Land. 

Was bedeutet die Intervention für die Menschenrechte? Und wie reagiert die Weltgemeinschaft?

Hier geht es zum ausführlichen Q&A und den Hintergründen

Hintergrundinformationen zur Menschenrechtslage in Venezuela:

  • Im Juli 2024 wurde in Venezuela das Ergebnis der umstrittenen Präsidentschaftswahl verkündet, woraufhin unzählige Menschen an Protestkundgebungen teilnahmen, die mit unverhältnismäßiger Gewalt unterdrückt wurden. Es sollen auch Menschen außergerichtlich hingerichtet worden sein. Tausende Oppositionelle, Menschenrechtsverteidiger*innen und Journalist*innen wurden willkürlich festgenommen, auch Hunderte Minderjährige gehörten zu den Festgenommenen.
  • Die Bedingungen in den Gefängnissen wurden immer schlechter, und Inhaftierte wurden Berichten zufolge gefoltert, auch Frauen und Kinder.
  • Menschenrechtsverletzungen blieben nach wie vor ungestraft.
  • Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) ordnete die Wiederaufnahme der Ermittlungen zu mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Venezuela an.
  • Journalist*innen waren weiterhin in Gefahr, drangsaliert und willkürlich inhaftiert zu werden, und die Regierung setzte nach wie vor alles daran, unabhängige Medien zu behindern.
  • Menschenrechtsorganisationen wurden mit der Schließung bedroht, und Menschenrechtsverteidiger*innen mussten nach wie vor um ihre Sicherheit fürchten.
  • Bis Ende 2024 waren mehr als 7,89 Mio. Venezolaner*innen aus dem Land geflohen.
  • Aus der Raffinerie El Palito im Bundesstaat Carabobo ausgetretenes Öl hatte schwerwiegende Folgen für die Meeresfauna.
  • Auch 2024 lebten zahlreiche Menschen in Armut und hatten keinen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser oder Gesundheitsleistungen.
  • Gewalt gegen Frauen war weiterhin gang und gäbe, und Schwangerschaftsabbrüche galten nach wie vor als Straftat.
  • Es gab keine Fortschritte beim Schutz der Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI+).
  • In der strategischen Entwicklungszone Arco Minero del Orinoco waren die Rechte der indigenen Bevölkerung nach wie vor durch illegale Bergbauaktivitäten und Gewalt bedroht.
  • Mitarbeiter*innen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) wurden des Landes verwiesen. Das Mandat der UN-Ermittlungsmission zu Venezuela wurde indes verlängert.

(Weitere ausführliche Informationen findest du im Länderkapitel "Venezuela" des Amnesty Jahresberichts 2024 | Berichtszeitraum: 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024)

Hier findest du unsere Appell-Aktionen und Informationen zur Lage der Menschenrechte in diesem Land.