Kultur Finnland 04. Oktober 2017

Biopic "Tom of Finland" ab 5. Oktober in den Kinos

Älterer Mann sitzt in einem Künstleratelier vor einer Wand voller Bilder

Szene aus dem Film "Tom of Finland"

"Tom of Finland" zeichnet das filmische Porträt des finnischen Künstlers Touko Laaksonen, der zu einer der einflussreichsten Figuren der Schwulen-Kultur des 20. Jahrhunderts wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Touko Laaksonen (Pekka Strang) in sein Heimatland Finnland zurück. Er lebt zusammen mit seiner Schwester Kaija (Jessica Grabowsky). Obwohl sich die Geschwister sehr nahestehen, weiß Kaija nicht, dass ihr Bruder schwul ist, denn Homosexualität ist illegal. Touku kann weder frei lieben, noch sich selbst verwirklichen. Trotz der immerwährenden Gefahr einer rigorosen, strafrechtlichen Verfolgung, beginnt er für sich und seine Freunde Bilder von ungezügelten, freien und stolzen schwulen Männern zu zeichnen. Während seiner Arbeit in einer Werbeagentur verliebt sich Touko in den Tänzer Veli "Nipa" Mäkinen (Lauri Tilkanen) - beide müssen ihre Beziehung lange geheim halten. Veli ermuntert Touko, seine Arbeiten anzubieten. Schließlich tritt seine Kunst unter dem Pseudonym "Tom of Finland“ – mit einem Umweg über Berlin - von Los Angeles aus ihren Siegeszug an. Er wird zur Symbolfigur einer ganzen Generation junger schwuler Männer, die ihr Recht auf persönliche Freiheit in Anspruch nehmen.

Die Arbeiten von "Tom of Finland" sind mittlerweile in Museen rund um die Welt gezeigt worden: in Wanderausstellungen und als Bestandteil fester Sammlungen. Mit seiner Kunst hat Touko Laakonsen zahlreiche Künstler inspiriert und beeinflusst, darunter Freddy Mercury, Andy Warhol, Madonna und Jean Paul Gaultier.

Der Film "Tom of Finland" eröffnete 2017 das Göteborg Film Festival und gewann dort den FIPRESCI-Preis. Seine Deutschland-Premiere feierte er beim Filmfest München.

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