Blog 24. November 2011

Slum Stories: Hier leben Menschenrechte!

Mit dem Video-Projekt "SlumStories.org" gibt Amnesty Menschen in Slums eine Stimme.

Ein Amnesty-Projekt gibt dokumentarische Einblicke in das Leben von Menschen, die in Slums leben – aus ihrer eigenen Perspektive. Diese Filme öffnen Augen und Herzen – und rufen zum Einsatz für "Wohnen. In Würde" und gegen rechtswidrige Zwangsräumungen auf.

Annette Hartmetz (38) koordiniert im deutschen Sekretariat seit 2003 Kampagnen und Aktionen von Amnesty International.

 

Rund eine Milliarde Menschen leben weltweit in Slums, unter Bedingungen, die täglich von gravierenden Menschenrechtsverletzungen geprägt sind: Es gibt zu wenig Schulen für Kinder, die BewohnerInnen werden nicht ausreichend mit Strom und Trinkwasser versorgt und haben zu wenig Platz in unsicher gebauten Hütten oder Häusern. Doch auch dieses Dach über dem Kopf kann ihnen durch eine widerrechtliche Zwangsräumung schnell genommen werden – dies geschieht rund zwei Millionen Menschen jedes Jahr.

Organisationen wie Amnesty International setzen sich für die Rechte von SlumbewohnerInnen ein – doch auch die Betroffenen selbst machen auf die dringend nötige Verbesserung ihrer Lebenswirklichkeit aufmerksam.

Viele von uns denken an Drogen, Gewalt und Hoffnungslosigkeit, wenn wir uns das Leben in den Slums von Afrika, Asien und Lateinamerika vorstellen. Das Amnesty-Projekt "Slum Stories" hat sich daher zur Aufgabe gemacht, dieses Bild um authentische Perspektiven der Menschen vor Ort zu erweitern. Denn Slums sind voll von Leben, Träumen und Ideen zur Veränderung. Etwa beim Recht auf Wohnen: Wenn man den Menschen zuhört wird klar, dass es bessere Lösungen gibt, als ganze Stadtteile einfach plattzumachen.

Ich freue mich, dass wir diese Videos nun auch deutsch untertitelt vorstellen können. Hier eine Auswahl der Kurzdokus, die mich besonders bewegt haben. (Wir haben dafür auch eine "Playlist" im YouTube-Kanal von Amnesty Deutschland vorbereitet, mit der Sie alle Clips in Folge sehen können).

YouTube freischalten

Wir respektieren deine Privatsphäre und stellen deshalb ohne dein Einverständnis keine Verbindung zu YouTube her. Hier kannst du deine Einstellungen verwalten, um eine Verbindung zu den Social-Media-Kanälen herzustellen.
Datenschutzeinstellungen verwalten

Nigeria: Graces Frisörsalon - Slumstories.org (Video auf YouTube)

YouTube freischalten

Wir respektieren deine Privatsphäre und stellen deshalb ohne dein Einverständnis keine Verbindung zu YouTube her. Hier kannst du deine Einstellungen verwalten, um eine Verbindung zu den Social-Media-Kanälen herzustellen.
Datenschutzeinstellungen verwalten

Kenia: Selbstverteidigung - Slumstories.org (Video bei YouTube)

YouTube freischalten

Wir respektieren deine Privatsphäre und stellen deshalb ohne dein Einverständnis keine Verbindung zu YouTube her. Hier kannst du deine Einstellungen verwalten, um eine Verbindung zu den Social-Media-Kanälen herzustellen.
Datenschutzeinstellungen verwalten

Italien: Hasskampagne gegen Roma - Slumstories.org (Video bei YouTube)

YouTube freischalten

Wir respektieren deine Privatsphäre und stellen deshalb ohne dein Einverständnis keine Verbindung zu YouTube her. Hier kannst du deine Einstellungen verwalten, um eine Verbindung zu den Social-Media-Kanälen herzustellen.
Datenschutzeinstellungen verwalten

Kambodscha: Die Heimat weggespült - Slumstories.org (Video bei YouTube)

Beim Betrachten der "Slumstories" gibt es auch für mich als langjährige Mitarbeiterin bei Amnesty International – trotz all der oft furchtbaren, teilweise entmutigenden Fälle, für die wir uns einsetzen – immer wieder Momente, in denen glasklar wird: Darum machst du das. Ich könnte mir vorstellen, dass es Ihnen beim Ansehen der "Slum Strories" auch so geht. Und ich hoffe auch, dass Sie uns weiter unterstützen:



- Mit Ihrer E-Mail, mit der wir Sie für neue Aktionsaufrufe erreichen können: Tragen Sie sich jetzt ins Aktionsnetz "Wohnen. In Würde – Stoppt Zwangsräumungen" ein!

- Mit Ihrer Spende oder Fördermitgliedschaft, die uns bei Amnesty erlaubt dauerhaft für die Menschenrechte weltweit zu kämpfen.

- Und auch mit Ihrer Mitgliedschaft bei Amnesty International und in einer der zahlreichen Amnesty-Gruppen, die sich u.a. gegen rechtswidrige Zwangsräumungen und andere Menschenrechtsverletzungen einsetzen.

Meine weiteren Empfehlungen, falls Sie sich weiter einlesen wollen: Lesen Sie auch "Im Eilaktionsnetz gegen Zwangsräumungen", ein vor einigen Wochen veröffentlichter Blogbeitrag von Mascha Rohner aus dem Urgent-Actions Team von Amnesty Deutschland. Sehr lesenswert ist auch ein aktueller Beitrag von Francis Makenda Sakwa von Amnesty International Kenia – selbst eine Bewohnerin des Mathare-Slums, Nairobi. Sie berichtet auf Englisch im Livewire-Blog von Amnesty International über ihren Einsatz gegen rechtswidrige Zwangsräumungen.

Slumstories.org | 50 Jahre Amnesty: "Wenn die Bulldozer kommen" | Amnesty-Kampagne "Wohnen. In Würde"

Welches Video hat Sie am meisten beeindruck? Haben Sie schon einmal bei einer Amnesty-Aktion für die Rechte von Slumbewohnern stark gemacht? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen hier im Kommentarbereich!

Weitere Artikel