Aktuell Türkei 27. Juli 2017

Nejat Taştan

Porträtfoto von Nejat Taştan

Nejat Taştan

Nejat Taştan ist Vorstandsmitglied des türkischen Menschenrechtsvereins İHD und seit Jahrzehnten für Menschenrechte in der Türkei aktiv. Er wurde am 5. Juli 2017 während eines Workshops in der Türkei festgenommen. Am 18. Juli kam er unter Auflagen frei. Am 25. Juli entschied ein Gericht abermals, den Haftbefehl nicht zu vollstrecken. Taştan muss sich seither regelmäßig bei den Justizbehörden melden und darf das Land nicht verlassen.

Seit 1986 setzt sich Nejat Taştan für Menschenrechte ein. Er ist Vorstandsmitglied des türkischen Menschenrechtsvereins İHD, deren stellvertretender Generalsekretär er von 2004 bis 2006 war. Nejat Taştan gehörte außerdem zum Gründungsvorstand der Menschenrechtsstiftung der Türkei (Türkiye İnsan Hakları Vakfı – TİHV) und war in leitenden Funktionen für verschiedene NGOs tätig, die sich für Menschenrechte und gegen Diskriminierung einsetzen.

Er hat umfassende Erfahrung zu zahlreichen Themen der Menschenrechtsarbeit, etwa zu Rechten von Menschen mit Behinderung, dem Recht auf ein faires Gerichtsverfahren, zu den Rechten auf friedliche Versammlung und Vereinigungsfreiheit und zum Recht auf Diskriminierungsfreiheit bezüglich ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung. Als Mitglied der unabhängigen türkischen Wahlbeobachtungsplattform beteiligt er sich seit 2011 an der Beobachtung von Wahlen in der Türkei. Nejat Taştan ist außerdem Gründungsmitglied und seit 2010 auch Koordinator der Equal Rights Watch Association.

Mehr dazu

Aktuell Moldau

NGO-Gesetz gefährdet die Vereinigungsfreiheit

Amnesty International betrachtet die Änderungen am NGO-Gesetz als konkreten Versuch, unabhängige zivilgesellschaftliche und regierungskritische Organisationen zu demotivieren, zum Schweigen zu bringen und zu schließen.
Pressemitteilung Iran

Menschenrechtsverteidiger im Iran zunehmend verfolgt und unterdrückt

BERLIN, 01.08.2017 - Überwachung, Diffamierungen, Folter und lange Haftstrafen: Ein neuer Amnesty-Bericht dokumentiert, wie sich die Situation von Menschenrechtsaktivisten im Iran verschlechtert. Seit 2013 gehen die Justizbehörden und der Sicherheitsapparat verstärkt gegen Menschenrechtsverteidiger vor.
Aktuell Iran

Menschenrechtsverteidiger zunehmend verfolgt

Überwachung, Diffamierung, Folter und lange Haftstrafen: Ein Amnesty-Bericht dokumentiert die Situation von Menschenrechtsaktivisten im Iran. Seit 2013 gehen die Justizbehörden und der Sicherheitsapparat verstärkt gegen Menschenrechtsverteidiger vor.