Amnesty Report Kenia 22. August 2011

Von einem Leben ohne Frieden zu einem Frieden ohne Leben

Die Situation somalischer Flüchtlinge und Asylsuchender in Kenia

Einleitung

Somalier gehören zu den größten Flüchtlingsgruppen der Welt.1 Eine immer größer werdende Zahl an Somaliern befindet sich auf der Flucht vor bewaffneten Auseinandersetzungen und der humanitären Notlage im Heimatland. Viele von ihnen suchen Schutz in den benachbarten Ländern. Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) gibt es in Somalia über 1,4 Millionen Binnenvertriebene, über 800 000 Somalier sind in die Nachbarländer Somalias geflohen.

Kenia beherbergt die größte Zahl an somalischen Flüchtlingen. Nach Angaben des UNHCR lebten dort bereits im April 2011 mehr als 350.000 registrierte Flüchtlinge. Inzwischen liegt die Zahl registrierter Flüchtlinge wesentlich höher. Hinzu kommen jene Flüchtlinge, die nicht registriert sind. Seit der Intensivierung der bewaffneten Konflikte in Süd- und Zentralsomalia im Jahr 2006 haben die Flüchtlingsströme stark zugenommen.

Die große Zahl an Flüchtlingen und die Ressourcen die für ihre Unterstützung benötigt werden, sind für die kenianischen Behörden eine große Herausforderung. Amnesty international stellt fest, dass Kenia unverhältnismäßig viel Verantwortung für die Versorgung der Flüchtlinge trägt und daher auf mehr durch die internationale Gemeinschaft angewiesen ist. Unterstützung ist vor allem für lokale Projekte zur Integration von Flüchtlingen in die kenianische Gesellschaft und bei der Durchführung des Resettlement-Programms des UNHCR notwendig. Hierbei vermittelt der UNHCR besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in sichere Staaten, wo sie dauerhaft Aufnahme finden. [...]

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