Artikel 3: Recht auf Leben und Freiheit

Eine Liege mit vielen Gurten in einem kleinen Raum

Eine Hinrichtungskammer in Huntsville in Texas 2012

Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Todesstrafen-Statistik 2017

Mindestens 2.591 Menschen sind 2017 zum Tode verurteilt worden. In 23 Ländern wurden vergangenes Jahr mindestens 993 Menschen hingerichtet – 84 Prozent davon allein in den vier Staaten Iran (mehr als 507), Saudi-Arabien (146), Irak (mehr als 125) und Pakistan (mehr als 60). Das dokumentiert der neue Bericht zur Todesstrafe von Amnesty International.

Damit sind im Vergleich zum Vorjahr sowohl weniger Todesurteile verhängt (2016: 3.117) als auch vollstreckt worden (2016: 1.032). Allerdings enthält die Bilanz − wie in den Vorjahren − keine Zahlen zu China, da das Land Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss hält. Amnesty geht davon aus, dass dort weiterhin jährlich die Todesstrafe tausendfach verhängt und vollstreckt wird. Weltweit lebten Ende 2017 insgesamt 16 Prozent mehr Menschen mit einem Todesurteil (2017: 21.919) als ein Jahr zuvor (2016: 18.848). Mit Guinea und der Mongolei haben 2017 zwei weitere Staaten die Todesstrafe vollständig abgeschafft.

Die fünf Staaten mit den meisten Hinrichtungen 2017

Zeichnung eines Strangs zum Erhängen

CHINA: AMNESTY GEHT VON TAUSENDEN HINRICHTUNGEN AUS.

Zeichnung eines Strangs zum Erhängen

IRAN: MINDESTENS 507 HINRICHTUNGEN GAB ES 2017.

Zeichnung eines Strangs zum Erhängen

SAUDI-ARABIEN: 146 HINRICHTUNGEN GAB ES 2017.

Zeichnung eines Strangs zum Erhängen

IRAK: MINDESTENS 125 HINRICHTUNGEN GAB ES 2017.

Zeichnung eines Strangs zum Erhängen

PAKISTAN: MINDESTENS 60 HINRICHTUNGEN GAB ES 2017.

Die Todesstrafen-Statistik 2017 wurde zunächst am 12. April 2018 auf www.amnesty.de veröffentlicht.

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Todesstrafe

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