Aktuell 27. Mai 2015

Folter und Todesstrafe in Nigeria

Folter und Todesstrafe in Nigeria
Moses Akatugba muss begnadigt werden!

Moses Akatugba wurde auf Grundlage eines unter Folter erpressten Geständnisses zum Tode verurteilt

27. Mai 2015 - Moses Akatugba wurde als gerade einmal 16-Jähriger von der nigerianischen Armee wegen Diebstahls festgenommen. Im Gefängnis zwangen ihn Soldaten unter massiver Folter dazu, falsche Geständnisse zu unterschreiben. Im November 2013 wurde Moses Akatugba dann zum Tode verurteilt. Als Beweise galten die Aussage des mutmaßlichen Diebstahlopfers und das von Moses Akatugba unter Folter erpresste "Geständnis".

Moses Akatugba war 16 Jahre alt, als sich sein Leben für immer veränderte. Er wurde festgenommen, weil er angeblich Mobiltelefone gestohlen hatte. Und dann folterte man ihn. Die Finger- und Fußnägel wurden ihm mit einer Zange herausgerissen, und man schoss ihm in die Hand. Dann prügelte man so lange auf ihn ein, bis er ein "Geständnis" ablegte. Seine Schmerzen und Ängste waren unvorstellbar. Aber es kam noch schlimmer: Im Alter von 24 Jahren wurde er auf der Grundlage des unter Folter erpressten "Geständnisses" zum Tode verurteilt.

Nun gibt es aber einen kleinen Funken Hoffnung für Moses Akatugba.
Im vergangenen Oktober hat der Gouverneur des nigerianischen Bundesstaates Delta State, Emmanuel Uduaghan, der die Befugnis hat, das Todesurteil umzuwandeln, sich öffentlich zur Möglichkeit geäußert, dass Moses Akatugba freigelassen werden könnte. Er bezog sich sogar auf die Appelle von Amnesty International. Der Einsatz hat also schon etwas bewirkt.

Der Gouverneur sagte damals: "Der Prozess seiner Freilassung ist in Gang gebracht". Das einzige Hindernis sei nur noch ein von Moses eingelegtes Rechtsmittel. "Es gibt eine Möglichkeit, den Prozess fortzusetzen, dafür muss er das Rechtsmittel zurückziehen", erklärte der Gouverneur.

Das hat Moses Akatugba nun getan. Jetzt muss der Gouverneur zu seinem Wort stehen.
Allerdings wird der Gouverneur am 29. Mai zurücktreten, so dass nur noch wenige Tage bleiben, um ihn dazu zu bringen, seine Zusage einzuhalten. Der Gouverneur muss Gnade walten zu lassen und das Leben von Moses Akatugba retten. Damit könnte er zum Ende seiner Amtszeit noch ein positives Signal senden.

Gouverneur Emmanuel Uduaghan ist auf Twitter und Facebook. Es bleiben nur noch wenige Tage, bis er zurücktritt.

Jetzt aktiv werden: Bitten Sie den Gouverneur, Gnade walten zu lassen und das Leben von Moses Akatugba zu retten!

Schreiben Sie dem Gouverneur über Twitter:

Moses Akatugba, tortured into 'confessing' at 16 and on death row. @euduaghan Moses' life is in your hands #StopTorture

.@euduaghan Please show mercy and spare the life of Moses Akatugba #StopTorture

Hier können Sie Amnesty UK retweeten

Schreiben Sie einen Kommentar an bereits bestehende Einträge auf der Facebook-Page des Gouverneurs. Hier zwei Vorschläge:

Seven months ago, you pledged to help Moses Akatugba. Now that his appeal has been withdrawn, Moses' life is in your hands

Seven months ago, you pledged to help Moses Akatugba. Now that his appeal has been withdrawn, you have the power to save Moses

Zur Facebook-Page des Gouverneurs

Hier geht es zur Online-Petition für Moses Akatugba

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