Ein Leben im Stillstand
Kein Krieg, keine Zerstörung, keine Armut. Aber auch kein Leben.
© Mansour Aalam
18. September 2014 - Sie treten aus ihrem Asylbewerberheim und sind konfrontiert mit - nichts. Kein Krieg, keine Zerstörung, keine Armut. Aber auch kein Leben. Viele Unterkünfte in Bayern sind überfüllt, viele Flüchtlinge dürfen nicht in eigene Wohnungen ziehen, dürfen nicht arbeiten. Nicht einmal den Regierungsbezirk, in dem sie untergebracht sind, dürfen sie in Bayern verlassen. Ihr Leben steht still.
Um Asyl zu erwirken, traten Flüchtlinge im vergangenen Sommer auf dem Münchner Rindermarkt in den Hungerstreik. Was bewegt Menschen, die es aus ihrer kriegszerstörten Heimat sicher nach Deutschland geschafft haben, zu einer solch extremen Form des Protests? Eine Fotoreportage von Mansour Aalam, die zeigt, dass ein Heim nicht auch daheim bedeutet.
Über den Fotografen
Mansour Aalam
© Privat
Mansour Aalam wurde 1980 in Teheran (Iran) geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach dem Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Deutschland, Italien und der Schweiz, lebt und arbeitet Mansour Aalam nun in München. In seinen Fotoreportagen beschäftigt er sich vorwiegend mit gesellschaftlichen und sozialen Themen. www.mansouraalam.de
Alle Bilder von Mansour Aalam, www.mansouraalam.de; Text und Bildunterschriften von Carolina Torres für sueddeutsche.de