Aktuell Vereinigte Staaten von Amerika 07. September 2011

10 Jahre 9/11: Den Teufelskreis durchbrechen

Reaktion der USA auf die Terroranschläge: Camp X-Ray, Guantánamo im Januar 2002

Reaktion der USA auf die Terroranschläge: Camp X-Ray, Guantánamo im Januar 2002

Anlässlich des 10. Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September 2001 gedenkt Amnesty International all jenen, die bei den Anschlägen in den USA ihr Leben verloren haben.

Amnesty fühlt mit den Helfern und den Überlebenden, die heute noch mit den Nachwirkungen der Anschläge zu kämpfen haben und mit den Familien, die den Verlust ihrer Verwandten und Freunde betrauern.

Vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung lassen sich niemals rechtfertigen und stellen eine schwere Menschenrechtsverletzung dar. Solche Anschläge verursachen nicht nur schreckliches Leid für die Opfer und ihre Familien, sie schaffen auch ein Klima der Angst.

Ein Jahrzehnt nach diesem Verbrechen gegen die Menschlichkeit bleiben die Rechte der Opfer auf Gerechtigkeit, Aufklärung und Entschädigung weiterhin unerfüllt. Die Verantwortlichen für die Anschläge wurden bislang nicht in einem rechtsstaatlichen Strafverfahren angeklagt.

Anschläge von bewaffneten Gruppen gegen die Zivilbevölkerung zeugen von einer völligen Verachtung der Menschenrechte. Staaten reagieren auf solche Anschläge oft mit Maßnahmen, die ihrerseits die Menschenrechte verletzen. Dieses Muster hat sich im Laufe der Geschichte schon oft wiederholt. Amnesty International ruft deshalb alle bewaffneten Gruppen und alle Staaten dazu auf, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und die Sicherheit und Würde aller Menschen zu respektieren.

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